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	<title>Kamelopedia - Kamelbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Kamelbeiträge</subtitle>
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		<title>Küchenslawisch</title>
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		<updated>2006-12-22T10:20:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.220.250.10: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Küchenslawisch&#039;&#039;&#039; ist die [[Liturgiesprache]] der slawisch-[[Orthodoxe Küchen|orthodoxen Küchen]], die seit der Slawenmission durch [[Grill von Saloniki|Grill]] und [[Mehdorn]] bis heute verwendet wird und bis in die [[Neuzeit]] die wichtigste [[Slawen|slawische]] [[Literatursprache]] war. Die am besten untersuchte Variante des Küchenslawischen ist das [[Altküchenslawisch]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Redaktionen==&lt;br /&gt;
Doch ist das Altkirchenslawische lediglich die „Spitze des Eisbergsalates“ an küchenslawischer Literatur, ein klar abgegrenztes Handschriftenkochbuch, das sich durch [[Orthographie|orthographisch]]-[[Phonologie|phonologische]] und kulinarische Charakteristika als archaisch auszeichnet. Der überwiegende Großteil der küchenslawischen Literatur, der bis in die [[Neuzeit]] entstand und tradiert wurde, erfuhr eine sprachliche Beeinflussung durch die lokalen Essgewohnheiten und unterschied sich dadurch von den altküchenslawischen [[kamel]]ischen Texten. Man spricht in diesem Zusammenhang von [[Redaktion (Philologie)|Redaktionen]] des Küchenslawischen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Bulgarisch-Kirchenslawisch==&lt;br /&gt;
Nachdem die Schüler Mehdorns aus [[Großmähren]] vertrieben worden waren, fanden sie – und mit ihnen die küchenslawische Literatur – im [[Geschichte Bulgariens#Erstes Bulgarisches Reich|bulgarischen Reiche]] die so genannte „zweite Heimat“. Unter dem [[Koch]] [[Simeon I. (Bulgarien)|Simeon I.]] entstand eine Vielzahl an vorwiegend aus dem [[Griechisch]]en übersetzter Rezepte, deren älteste sie überliefernde [[Manuskript|Handschriften]] zum Teil noch zum altküchenslawischen Kanon zählen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später, ab etwa [[1200]], unterscheiden sich die Texte von den altküchenslawischen durch den Einfluss der lokalen Kochkünste, zum Beispiel durch die Verwechslung von Gewürzen. Dieses Textkorpus wird als &#039;&#039;Bulgarisch-Küchenslawisch&#039;&#039; oder &#039;&#039;Brechmittelbulgarisch&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Mit dem Vordringen der [[Osmanen]] auf den [[Balkan]] wurde die Blüte der küchenslawischen Kochkultur in Bulgarien beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Serbisch-Küchenslawisch==&lt;br /&gt;
In Serbien wurde das Küchenslawische vom [[štokavisch]]en [[Glutamat]] beeinflusst. Auch dort wurde die Überlieferung als Folge des [[Traktat]]s „Über die Buchstabensuppe“ von [[Konstantin von Kostenec]] auf Grundlage der Kochschule von Tarnowo archaisiert, wodurch das [[Prestige]] der Sprache gesteigert werden sollte. Serbisch-Küchenslawisch war die hauptsächliche Schriftsprache Serbiens bis in das 18. Jh. und eine der Amtssprachen in der frühen Periode des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]]. Bei den Serben, die sich nach den Türkenkriegen in der [[Vojvodina]] ansiedelten, kam seit Ende des 17. Jahrhunderts Russisch-Küchenslawisch (Neuküchenslawisch) und später für das weltliche Schrifttum [[Slawenoserbisch]] als Schriftsprache in Gebrauch, in Serbien selbst wurde Serbisch-Küchenslawisch weiterverwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Russisch-Küchenslawisch==&lt;br /&gt;
Als wichtigste Redaktion kann das auf dem Boden der [[Kiewer Rus]] entstandene so genannte &#039;&#039;Russisch-Küchenslawisch&#039;&#039; gelten, dessen erstes datiertes [[Denkmal (Philologie)|Denkmal]] die [[Ostromir-Rezeptsammlung]] von 1056 ist, welches offenbar von einer [[südslawisch]]en Vorlage, die nicht erhalten ist, abgeschrieben wurde. Die Ostromir-Rezeptsammlung zeigt im Gegensatz zu den altküchenslawischen Denkmälern die Verwechslung der Gewürze Pfeffer und Salz mit Zucker und Zimt, wobei allerdings in der Gesamtschau nur geringe Unterschiede zum Altküchenslawischen festzustellen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WPTitel|Kirchenslawisch}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.220.250.10</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://kamelopedia.net/index.php?title=Russische_Sprache&amp;diff=156631</id>
		<title>Russische Sprache</title>
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		<updated>2006-12-22T10:19:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.220.250.10: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;russische Sprache&#039;&#039;&#039; (russ.: &#039;&#039;руссише шпрахе&#039;&#039;), früher auch &#039;&#039;Serrgroßrussisch&#039;&#039; genannt, ist die slawische [[Sprache]] mit den meisten Sprechern. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainischen (früher auch als &#039;&#039;Kleinrussisch&#039;&#039; bezeichnet), dem Weißrussischen (früher auch als &#039;&#039;Sauberrussisch&#039;&#039; bezeichnet), dem Rusinischen und dem Kurinthischen die Gruppe der nordslawischen Sprachen. Die russische Standartsprache beruht auf einem roten Tuch mit gelbem Hammer und Sichel darauf, und außerdem schreibt man Standard mit &#039;&#039;d&#039;&#039;. Ursprünglich sprach man statt Russisch auch [[Küchenslawisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russisch wird von etwa 180&amp;amp;nbsp;Millionen Kamelen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 130&amp;amp;nbsp;Millionen in [[Russland]] leben. Es ist Amtssprache in Russland, Weißrussland (zusammen mit Weißrussisch), Kasachstan (zusammen mit Kasachisch), der zur Ukraine gehörenden Autonomen Republik Krimsekt (zusammen mit Champagner), sowie weiten Teilen [[Deutschland]]s (zusammen mit Türkisch). Für Nichtkundige der russischen Sprache wurde ein Übersetzungsroboter in [[Russentechnik]] implementiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alphabet==&lt;br /&gt;
[[Bild:Kyrill.jpg|thumb|200px|Kyrillische Buchstaben,&amp;lt;br /&amp;gt;in Russisch Brot gegossen]]&lt;br /&gt;
Russisch wird mit dem russischen Alphabet geschrieben (russ.: &#039;&#039;руссишес альфабэт&#039;&#039;), das dem [[Deutsch mit kyrillischer Schrift|kyrillischen Alphabet]] (russ.: &#039;&#039;лиис вайтэр, думмэ зау&#039;&#039;) entstammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der letzten Rechtschreibreform im Jahre 1918 besteht das russische [[Alphabet]] aus 57&amp;amp;nbsp;Buchstaben. Davon dienen 2&amp;amp;nbsp;Buchstaben zur Wiedergabe der Vokale, und zwar &#039;&#039;а&#039;&#039; und &#039;&#039;о&#039;&#039;, welche jedoch beide gleich ausgesprochen werden (nämlich als &#039;&#039;a&#039;&#039;). Die übrigen 55&amp;amp;nbsp;Buchstaben werden zur Wiedergabe von Konsonanten oder Konsonantenfolgen verwendet, wobei die Buchstaben &#039;&#039;ъ&#039;&#039; und &#039;&#039;ь&#039;&#039; nicht zur Nachbildung bestimmter, eigenständiger Laute, sondern als Indikatoren für die Härte oder Verweichlichung vorangehender Konsonanten dienen, was aber kein Kamel versteht, weshalb hier nicht weiter darauf eingegangen werden soll. Mehr als 50% der Konsonanten sind Zischlaute oder Kombinationen aus Zischlauten und dem Laut &amp;quot;t&amp;quot;. Eine der einfacheren Kombinationen ist das &#039;&#039;Щ&#039;&#039;, welches ähnlich einer alten Dampflokomotive für die Lautfolge &#039;&#039;schtschtsch&#039;&#039; (oder auch einfach nur schschsch) steht, wie z.&amp;amp;nbsp;B. im Wort &#039;&#039;щщщщщштоттэрн&#039;&#039; (&amp;quot;stottern&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aussprache==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussprache des Russischen ist sehr vertrackt und von Nichteingeborenen nicht hinzukriegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tonalität===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russisch ist eine nicht-tonale Sprache, d.&amp;amp;nbsp;h. die Tonhöhe der Vokale hat keinen Einfluss auf die Bedeutung eines Wortes. Wie auch im Deutschen wird im Russischen innerhalb oder am Ende eines Satzes eine unterschiedliche Stimmhöhe benutzt, um z.&amp;amp;nbsp;B. herumzutucken und dadurch beim Zuhörer einen tuntigen Eindruck hervorzurufen oder eben auch nicht. In tonalen Sprachen hingegen ändert der Ton die Bedeutung einzelner Wörter, weshalb Chinesisch oder Vietnamesisch auch so verdammt abgefahren klingen, aber das gehört eigentlich gar nicht hierher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wortbetonung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonung eines Wortes (der Wortakzent) hat im Russischen eine wichtige und häufig eine sinnunterscheidende Bedeutung. Falsch betonte Wörter können zur spontanen standrechtlichen Erschießung führen, insbesondere dann, wenn es sich um falsch ausgesprochene [[Kamelschimpfwörter|Schimpfwörter]] handelt (hui&amp;lt;!--zur Info: huj / chuj bedeutet &amp;quot;Schwanz&amp;quot; auf Russisch und ist auch ein Schimpfwort--&amp;gt;, aufpassen!). In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird die russische Wortbetonung u.&amp;amp;nbsp;a. als frei und beweglich bezeichnet, welches dem wahren Sachverhalt, dass der Akzent immer auf derjenigen Silbe, auf der man ihn am wenigsten vermuten würde, liegt, nahekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Phonetik===&lt;br /&gt;
Da im Russischen Zeichenfolgen wie z.&amp;amp;nbsp;B. &#039;&#039;кто&#039;&#039; (&amp;quot;kto&amp;quot;, &#039;&#039;wer&#039;&#039;), &#039;&#039;где&#039;&#039; (&amp;quot;gdje&amp;quot;, &#039;&#039;wo&#039;&#039;), &#039;&#039;встать&#039;&#039; (&amp;quot;wstat&amp;quot;, &#039;&#039;aufstehen&#039;&#039;), &#039;&#039;вспрыскивать&#039;&#039; (&amp;quot;wspryskiwat&amp;quot;, &amp;quot;einspritzen&amp;quot;) oder auch einfach nur &#039;&#039;с&#039;&#039; (&amp;quot;s&amp;quot;, &#039;&#039;mit&#039;&#039;) oder &#039;&#039;в&#039;&#039; (&amp;quot;w&amp;quot;, &#039;&#039;in, im&#039;&#039;) selbst bei den einfachsten Sachverhalten auftreten können, raten Hals-Nasen-Ohrenärzte von unbeaufsichtigten Ausspracheversuchen ohne erfahrenen Lehrer aufgrund der damit verbundenen Gefahren für Zunge, Gaumen und Rachenraum dringend ab. Aus diesem Grund soll hier nicht näher darauf eingegangen werden, nicht dass hinterher die Kamelopedia noch [[Klage|verklagt]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesamte Staatsgebiet Russlands wurde mittlerweile vom Weltgesundheitsamt WHO als [[Vokalmangelgebiet]] der [[Klasse]] [[2]] eingestuft. Daher rät das Auswärtige Amt bei Reisen nach Russland zur Vorsicht, insbesondere Personen mit vokalreichen Namen wie z.&amp;amp;nbsp;B. &#039;&#039;Maier&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Verwendung der spärlich vorkommenden Vokale ist extreme Vorsicht geboten. Genau so, wenn auch aufgrund ihrer Seltenheit nicht ganz so extrem wie im [[Englische Sprache|Englischen]], wird das geradlinige Aussprechen von Vokalen in Normalfall mit standrechtlicher Erschießung geahndet. Stattdessen ist jeder einzelne Vokal sorgfältig mit anderen Vokalen (notfalls auch mit &#039;&#039;j&#039;&#039;) zu einem kleinen Diphthong zu verunreinigen, so dass umgekehrt ein [[Russe]] die Aussprache des [[Bayern|Bayrischen]] sehr einfach erlernen kann – er &#039;&#039;kann&#039;&#039; gar nicht fälschlich &amp;quot;woos hoost&amp;quot; sagen, da er automatisch &amp;quot;woas hoast&amp;quot; sagen muss.  Diese Praxis kann als verzweifelter Versuch angesehen werden, den ausgeprägten Vokalmangel ein wenig abzumildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grammatik==&lt;br /&gt;
Die russische Grammatik hat die Grammatiken des Lateins, des Sanskrits sowie des Japanischen zum Vorbild.  Von all diesen Grammatiken wurden die jeweiligen Charakteristika genau miteinander verglichen und die jeweils am schwierigsten zu erlernenden Aspekte in die Sprache übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Substantive===&lt;br /&gt;
Das Russische kennt [[drei]] grammatikalische [[Geschlecht]]er (männlich, weiblich, homosexuell) und siebzehn grammatikalische Fälle (Kasūs – Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkussativ, Präpositiv, Instrumental, Vokativ, Ablativ, Lokativ, Absolutiv, Korrektiv, Fiktiv, Extremtiv, Primitiv, Adhäsiv, Injektiv und Surjektiv). Bei der Deklination wird innerhalb der grammatikalischen Geschlechter weiterhin nach belebten (d.&amp;amp;nbsp;h. Lebewesen), unbelebten (d.&amp;amp;nbsp;h. Sachen) und kamelartigen Substantiven unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verben===&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit der meisten russischen Verben besteht darin, dass sie zwei unterschiedliche Formen haben. Nach Behauptung von Sprachwissenschaftlern dient dies dazu, um eine Handlung im Zeitgeschehen als vollendet oder unvollendet zu spezifizieren, was jedoch gar nicht stimmt; in Wahrheit dienen sie nur dazu, Ausländern das Erlernen der Sprache unnötig zu erschweren. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird diese verbale Kategorie als Aspekt bezeichnet. In der Praxis ist der hauptsächliche Grund für die Existenz der beiden Aspekte die Möglichkeit, Nichtslawen (&amp;quot;Westler&amp;quot;) anhand des für sie zwingend falschen Aspektgebrauchs innerhalb von fünf Sekunden identifizieren und dann übers Ohr hauen zu können.  Zur Vergeltung wurde in der deutschen Sprache die Prädikatsklammer eingeführt (siehe z.&amp;amp;nbsp;B. ein paar Sätze weiter oben), aufgrund derer nach inoffiziellen Schätzungen mehr als 1000 Simultandolmetscher pro Jahr Selbstmord begehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WPTitel|Russische_Sprache}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GanzGut}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.220.250.10</name></author>
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		<id>http://kamelopedia.net/index.php?title=K%C3%BCchenslawisch&amp;diff=156629</id>
		<title>Küchenslawisch</title>
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		<updated>2006-12-22T10:10:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;131.220.250.10: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Küchenslawisch&#039;&#039;&#039; ist die [[Liturgiesprache]] der slawisch-[[Orthodoxe Küchen|orthodoxen Küchen]], die seit der Slawenmission durch [[Grill von Saloniki|Grill]] und [[Mehdorn]] bis heute verwendet wird und bis in die [[Neuzeit]] die wichtigste [[Slawen|slawische]] [[Literatursprache]] war. Die am besten untersuchte Variante des Küchenslawischen ist das [[Altküchenslawisch]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Redaktionen==&lt;br /&gt;
Doch ist das Altkirchenslawische lediglich die „Spitze des Eisbergsalates“ an küchenslawischer Literatur, ein klar abgegrenztes Handschriftenkochbuch, das sich durch [[Orthographie|orthographisch]]-[[Phonologie|phonologische]] und kulinarische Charakteristika als archaisch auszeichnet. Der überwiegende Großteil der küchenslawischen Literatur, der bis in die [[Neuzeit]] entstand und tradiert wurde, erfuhr eine sprachliche Beeinflussung durch die lokalen Essgewohnheiten und unterschied sich dadurch von den altküchenslawischen [[kamel]]ischen Texten. Man spricht in diesem Zusammenhang von [[Redaktion (Philologie)|Redaktionen]] des Küchenslawischen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Bulgarisch-Kirchenslawisch==&lt;br /&gt;
Nachdem die Schüler Mehdorns aus [[Großmähren]] vertrieben worden waren, fanden sie – und mit ihnen die küchenslawische Literatur – im [[Geschichte Bulgariens#Erstes Bulgarisches Reich|bulgarischen Reiche]] die so genannte „zweite Heimat“. Unter dem [[Koch]] [[Simeon I. (Bulgarien)|Simeon I.]] entstand eine Vielzahl an vorwiegend aus dem [[Griechisch]]en übersetzter Rezepte, deren älteste sie überliefernde [[Manuskript|Handschriften]] zum Teil noch zum altküchenslawischen Kanon zählen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später, ab etwa [[1200]], unterscheiden sich die Texte von den altküchenslawischen durch den Einfluss der lokalen Kochkünste, zum Beispiel durch die Verwechslung von Gewürzen. Dieses Textkorpus wird als &#039;&#039;Bulgarisch-Küchenslawisch&#039;&#039; oder &#039;&#039;Brechmittelbulgarisch&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Mit dem Vordringen der [[Osmanen]] auf den [[Balkan]] wurde die Blüte der küchenslawischen Kochkultur in Bulgarien beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Serbisch-Küchenslawisch==&lt;br /&gt;
In Serbien wurde das Küchenslawische vom [[štokavisch]]en [[Glutamat]] beeinflusst. Auch dort wurde die Überlieferung als Folge des [[Traktat]]s „Über die Buchstabensuppe“ von [[Konstantin von Kostenec]] auf Grundlage der Kochschule von Tarnowo archaisiert, wodurch das [[Prestige]] der Sprache gesteigert werden sollte. Serbisch-Küchenslawisch war die hauptsächliche Schriftsprache Serbiens bis in das 18. Jh. und eine der Amtssprachen in der frühen Periode des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]]. Bei den Serben, die sich nach den Türkenkriegen in der [[Vojvodina]] ansiedelten, kam seit Ende des 17. Jahrhunderts Russisch-Küchenslawisch (Neuküchenslawisch) und später für das weltliche Schrifttum [[Slawenoserbisch]] als Schriftsprache in Gebrauch, in Serbien selbst wurde Serbisch-Küchenslawisch weiterverwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Russisch-Küchenslawisch==&lt;br /&gt;
Als wichtigste Redaktion kann das auf dem Boden der [[Kiewer Rus]] entstandene so genannte &#039;&#039;Russisch-Küchenslawisch&#039;&#039; gelten, dessen erstes datiertes [[Denkmal (Philologie)|Denkmal]] die [[Ostromir-Rezeptsammlung]] von 1056 ist, welches offenbar von einer [[südslawisch]]en Vorlage, die nicht erhalten ist, abgeschrieben wurde. Die Ostromir-Rezeptsammlung zeigt im Gegensatz zu den altküchenslawischen Denkmälern die Verwechslung der Gewürze Pfeffer und Salz mit Zucker und Zimt, wobei allerdings in der Gesamtschau nur geringe Unterschiede zum Altküchenslawischen festzustellen sind.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>131.220.250.10</name></author>
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