Frage:Wie gendert man eigentlich richtig?

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Kamelurmel[bearbeiten]

Dir Frage ist schon falsch gestellt! Wir haben in der Kamelopedia eigentlich die Möglichkeit, allein die Frage richtig gegendert zu stellen, nämlich

"Wie gendert kamel eigentlich richtig?"

Fragt kamel aber aber ein Kamel, wie es gendert, sagt es vorsichtshalber entweder "Möh" oder "Mööepp", denn das ist immer politisch korrekt. Schließlich könnte der in der Nähe befindliche Kameltreiber ja ein IM des Sprachsicherheitsdienstes (Sprasi) sein.

Kamelurmel[bearbeiten]

Gehen wir der Frage aber trotzdem auf den Grund: Der Grund war das Auftauchen einer "Supernova" am Buchstabenhimmel - das Gendersternchen ward geboren. Das verwirrte, gab es doch bereits eine sonderzeichenfreie majuskelgebrauchsbasierte Form des Genderns. Zur allgemeinen Verwirrung, oder war es Verirrung, gab es dazu sogar noch neue Femininumsingularformen von Wörtern, zu denen es noch keine oder keine mehr gab.

Für diejenigen, die gendern, musste sogar die maskuline Singularform Genderer gefunden werden, und die feminine Form ist, noch umstritten, entweder "Genderin" oder "Gendererin".

Nehmen wir Genderer und Gendererin als gültige Singularformen, war in der Vergangenheit Großbuchstabensetzung Kennzeichen der gegenderten Pluralform GendererInnen. Heutzutage wird wieder an Großbuchstaben gespart, als Vorstufe wohl zu ihrer völligen Abschaffung. Statt das i als Majuskel wird heutzutage das Gendersternchen vor das i gesetzt in der neuen Pluralform "Genderer*innen".

Das geht aber nur, wenn sich der Zungenbrecher Gendererin als weibliche Form durchsetzt. Kommt anstelle dessen das Wort "Genderin", heißt die politisch korrekt geschlechtsvermengte Pluralform mit Sternchen "Gender*er*innen".

Dabei wird auch der Föderalismus politisch missbraucht für eine neue babylonische Sprachverwirrung, da nicht überall in der Verwaltung das Sternchen vorgeschrieben ist, sondern mancherorts der Unterstrich, andernorts der Doppelpunkt, und von Frankreich her droht der Genderpunkt in EU-Norm-Form einzuwandern in die deutsche Sprache, die dann wohl bald mehrere verschiedene deutsche Schriftsprachen umfassen wird, die alle durch ihre größere Unverständlichkeit hervorragend geeignet sind für wissenschaftliche Arbeiten und philosophische Traktate, bei denen niemand dahinter kommen sollen, dass sie eigentlich nichts bedeutsames aussagen.

Wüstenspitz[bearbeiten]

Von der Tatsache abgesehen dass es reichlich idiotisch ist, für eine rein deutsche Sprachdisziplin einen englischen Begriff zu gebrauchen: Ich halte Gendern für nichts anderes als Recherchefaulheit. Kamel macht sich nicht mehr die Mühe, nachzuschauen ob an einem Vorgang Hengste oder Stuten oder beides beteiligt sind. Es wird einfach gegendert, dann wirds schon irgendwie passen. Doch dann kommt wieder irgendwer mit einer anderen der ca. 2,5 Mio. Geschlechtsdefinitionen um die Ecke und bejammert seine implizite Exklusion. Darum bleibe ich einfach beim generischen Hengstulinum. Dann hasst mich wenigstens jemand, wenn mich schon niemand mag.

Kamillo[bearbeiten]

Liebe Menschen und Mensch:Innen, lassen wir das besser mit dem Gendern, denn sonst will 'das' Pferd auch ein Geschlecht haben.