Zylinderkopfdichtung: Unterschied zwischen den Versionen
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Kein echtes Kinn, kein Stirnrelief – | : Kein echtes Kinn, kein Stirnrelief – | ||
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Der Kopf sitzt da wie aufgeschraubt, | : der Hals zu lang, das Kinn geraubt. | ||
der Hals zu lang, das Kinn geraubt. | |||
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: man sieht die Front und fragt: Wo ziehn? | |||
: Die Form ist klar, doch Sinn fehlt schlicht – | |||
: sie denken oft, doch denken nicht. | |||
: Und schlimmer noch: sie sind nicht dicht. | |||
: Es zieht im Kopf, es fehlt Gewicht. | |||
: Gedankendampf entweicht in Schwaden, | |||
: wo andere längst Hirndruck laden. | |||
Man | : Drum braucht’s beim Mensch in solcher Form | ||
: oft Dichtung, künstlich, normkonform. | |||
: Man klemmt am Hals ein festes Band, | |||
: damit der Wahnsinn nicht entwand. | |||
: Ein Wurmmädchen – bekanntes Bild – | |||
: war außen glatt, doch innen wild. | |||
Sie | : Sie schnauzte laut beim Nasengeräusche, | ||
: doch popelte wie eine Kamelscheuche. | |||
: Mit Taschentuch, fest eingerollt, | |||
: stieß sie voran ins Nasengold. | |||
: Und doch war sie ganz durchgefeuchtet – | |||
: erzogen, aber nicht erleuchtet. | |||
: So sind sie halt: gebaut als Achse, | |||
: von oben glatt, doch innen Wachse. | |||
: Man schraubt sie auf, man schraubt sie zu – | |||
: doch ganz dicht sind sie selten. Puh. | |||
[[Kategorie:Lyrik]] | [[Kategorie:Lyrik]] | ||
Version vom 6. August 2025, 23:56 Uhr
Ein Gedicht
- Ein Vogel - s'ist ein Wiedehopf -
- pfeift auf einem Zylinderkopf.
- Der gehört zu `nem feinen Herrn.
- Der trägt Zylinderhüte gern
- auf seinem Kopf, der nur Zylinder
- verträgt als Hut mehr oder minder.
- Dem Herrn gefällt's gepfoffne Lied,
- und singt's aus vollen Kräften mit.
- Dann nimmt er seinen Chapeau Claque,
- und "Klack", den Hut wie er ihn mag
- auf Knopfdruck aus der Kapp er macht,
- nen Herrnhut in Zylinder-Pracht.
- Der Vogel tut grad weiter pfeifen.
- Dem Herrn tut eine Idee reifen.
- "Der Vogel singt ja so genial,
- und für mich nicht zum letzten Mal."
- Setzt auf den Hut und der Piepmatz,
- hat im Zylinder nun sein´ Platz.
Bearbeitungskonflikt
Etwa zeitgleich hat ChatGPT das hier ausgehustet:
- Ein Zylinderkopf, so nennt man das,
- wenn Mensch und Hals verschmelzen krass.
- Kein echtes Kinn, kein Stirnrelief –
- nur glatt nach oben wie ein Chef.
- Der Kopf sitzt da wie aufgeschraubt,
- der Hals zu lang, das Kinn geraubt.
- Die Ohren flach, die Nase flieh’n –
- man sieht die Front und fragt: Wo ziehn?
- Die Form ist klar, doch Sinn fehlt schlicht –
- sie denken oft, doch denken nicht.
- Und schlimmer noch: sie sind nicht dicht.
- Es zieht im Kopf, es fehlt Gewicht.
- Gedankendampf entweicht in Schwaden,
- wo andere längst Hirndruck laden.
- Drum braucht’s beim Mensch in solcher Form
- oft Dichtung, künstlich, normkonform.
- Man klemmt am Hals ein festes Band,
- damit der Wahnsinn nicht entwand.
- Ein Wurmmädchen – bekanntes Bild –
- war außen glatt, doch innen wild.
- Sie schnauzte laut beim Nasengeräusche,
- doch popelte wie eine Kamelscheuche.
- Mit Taschentuch, fest eingerollt,
- stieß sie voran ins Nasengold.
- Und doch war sie ganz durchgefeuchtet –
- erzogen, aber nicht erleuchtet.
- So sind sie halt: gebaut als Achse,
- von oben glatt, doch innen Wachse.
- Man schraubt sie auf, man schraubt sie zu –
- doch ganz dicht sind sie selten. Puh.