Kuchen

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Ein Blechkuchen,
wie man von alters her weiß,
schützt uns, weil Käfig Faradays,
besser gar als Buchen
vor aberwitzigen Blitzen,
die, wenn sie einschlagen, sitzen.
(Kamelweisheit)
Sie schon sterben, wegen der Güte
des himmlischen Gebäckes, der Süße!
(Schiller)
Warmer Apfelkuchen - ein ganz besonderer
Genuss, wie schon Sigrun Freud erkannte
„Warnung: Sandkuchen kann Spuren von Kamelen enthalten!“
– Bundesgesundheitsministerium über Nebenwirkungen von bestimmten Kuchensorten.

Backwerk, welches Blitze abhält:

Kuchen sollst du suchen, Leichen sollst du weichen. (Ganz klar, da hat ja schon mal der Blitz eingeschlagen)

Schiller, der nicht nur einen an der Glocke hatte, schrieb irgendwann in seinem Leben sein wichtigstes Werk:

Das Lied von dem Kuchen

Zum Werke das wir ernst bereiten,

geziemt sich wohl ein ulkig Wort;
Wenn lust'ge Reden sie begleiten,
Dann fließt die Arbeit munter fort.
So lasst uns jetzt mit Schalk betrachten,
Was durch die schwache Kraft entspringt.
Den weisen Mann soll man beachten,
Der stets bedenkt, was er vollbringt,
Das ist ja, was den Menschen zieret.
Doch dazu reicht nicht der Verstand,
Dass er durch Magenkrampf nicht spüret,
Was er erschuf mit seiner Hand.

Nehmt das Mehl vom Weizenstamme,
Doch recht trocken lasst es sein.
Dann die frisch geschmolzne Butter
Schlage zu dem Schwalch hinein.
Kocht des Butters Brei,
Schnell das Ei herbei –
Dass die zähe Kuchenspeise
Gelinge nach der rechten Weise.

Butterblasen seh ich springen –
Wohl, die Massen sind im Fluss,
Lasst Vanille sie durchdringen!
Das befördert den Genuss.
Zucker muss und Milch hinein.
So soll unsre Mischung sein!
Dass von reichlichen Genüssen
Die Speise gleich sein soll dem Küssen.

Just sieht er die Jungfrau vor sich stehn,
Da fasst ihn ein namenloses Sehn’.
Des Jünglings Herz möcht mit ihr gehn,
Aus seinen Augen brechen Trän'...

Das sehnsücht’ge Gefühlsgetreibe
Des Kochs find’t in der Küche Bleibe
Zu wachen der Schmelze in Schüsseln und Pfannen
Und nicht etwa fortzuziehen von dannen.

Wie sich schon die Massen hellen!
Das Gäbelchen stech ich hinein.
Sehn wir’s schön beklebt erscheinen,
Wird’s zum Gusse zeitig sein.
Jetzt, ihr Sklaven frisch!
Prüft mir das Gemisch!
Ob die Masse, diese Süße,
Nicht ein Gift hervor uns riefe.

Doch die Sklaven ab der Gabe
Am Boden jammern, ohne Gnade,
Sie sind am sterben, allein ob der Güte
Des himmlischen Backwerks in seiner Süße!

In das Blech ist’s aufgenommen,
Glücklich ist die Form gefüllt.
Wird’s auch schön zutage kommen,
Dass es Fleiß und Kunst vergilt?
Wenn der Kuchen misslang?
Wenn der Ofen zersprang?
Ach! Vielleicht indem wir hoffen

Hat uns Unheil schon getroffen.


Siehe auch.png Siehe auch:  Fun-kuchen, Blechkuchen, Erdnussplätzchen, Muttermahl, Streukuchen

Siehe auch.png Siehe besser nicht:  Schändliche Fälschung des Originals

Siehe auch.png Vergleiche mit:  Das Lied von dem Rollstuhl | Das Lied von dem Höcker | Konditorei