Postfaktisch

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Postfaktisch ist das Unwort des Jahres 2016. Es hängt stark mit dem zunehmenden Onlinehandel zusammen. Man geht nicht mehr in den Laden, sondern der geht pleite. Statt dessen geht man ins Internet, übrigens, oder muss man wirklich hingehen, es fahren dort keine Fahrräder, Autos, Busse, Taxis, Züge oder U-Bahnen. Ist man dann endlich im Internet ("Du komst hier net rein"), bestellt man den ganzen Krempel, den man ohnehin nicht braucht dort, in der Bucht, bei den Amazonen, Zahlando oder so. Und dann wird einem das Zeugs zugesendet. Per Lieferservice, Post, DHL, Uuups, GLS, Götterbote Hermes, oder so. Und es wird postfaktisch abgeliefert, beim Nachbarn, im Blumenladen die Straße rauf oder runter, nein der andere am anderen Ende der Stadt, in der Mülltonne, in der Altpapiertonne vor dem Kindergarten (warum steht die eigentloich dort? Aber was die Kinder den lieben langen Tag alles so basteln, das ist eine andere Geschichte...). Auf jeden Fall hat die Post es faktisch abgeliefert, nur wo??? Beförderungsfall erledeigt erledigt, nächstes Paket. Der Nachbar hat sich über ein Paket gefreut, er hatte zwar nichts bestellt, konnte es aber dennoch gebrauchen, bald ist ja Weihnachten.