Opferrolle
Eine Opferrolle ist eine große Spule, auf welche Opfer aufgerollt werden können. Je nach Anzahl der Opfer kann die Spule sehr groß werden. Viele Menschen gefallen sich in ihrer Opferrolle. Ob die Opfer vorher platzsparend flachgedrückt werden, ist Geschmackssache. Wenn die Opferrolle sehr stramm gewickelt wird, werden die zuinnerst eingewickelten Opfer automatisch zusammengedrückt. Überlebende sind zumeist schief gewickelt, so dass sie garnicht richtig aufgespult und daher nicht plattgedrückt werden. Für die übrigen wird ihre Opferrolle aber zur Todesfalle. Tote Opfer können mitsamt der Spule in einem großen, runden Grab begraben werden. Die Opferrolle wird dann zur Todesopferrolle.
Beim Opferfest werden die Opfer wie Würste von der Rolle wieder runtergewickel und auf einem riesigen Holzkohlegrill gebraten.
Sonderfall
Eine Sonderrolle unter den Opferrollen ist die Prinzenrolle. Die Prinzen werden nicht durch Draufspulen auf sie aufgedrückt, sondern die Rolle ihnen aufgedrückt per Geburt. Daher kommt selten ein Prinz als Frühchen zur Welt, dafür zumeist aber als Spätchen. So wird der Prinzen elend lange Wartezeit von der Geburt bis zur Krönung um einige Wochen kürzer. Wo immer sie bis dahin auftreten, müssen sie ihre jeweilige Prinzenrolle perfekt abspulen, äh, spielen. Ein Knochenjob, soviel Lebenszeit für Volk und Königshaus zu opfern, ja geradezu ein knochenzermalmendes ständiges Prinzenlächelgesichtsaufsetzhundeleben.
Die Antiopferrolle
Eine ausgesprochene, wenn nicht, DIE Antiopferrolle schlechthin, ist die Kamelrolle.