Heinrich Heine
Heinrich Heine schlüpfte am 13. Dezember 1797 als Hering Hery Heine aus einem Laich im Rheinnebenfluss Düssel. Seine Vorfahren waren noch original Bückeburger Bücklinge und hatten nichts zu sagen. Wie denn auch - sie waren ja Fische, also stumm. Hering Hery aber wollte was zu sagen haben und schulte daher um auf Kamel und nahm den Vornamen Heinrich an. Er lernte nicht nur die kamelischen Kamelzauberworte "Möh" und "Mööepp" und alles was sich darauf reimte wie "Kö" und "Köpp", er machte sich auch auf so allerhand seinen Reim und war fortan daher nicht mehr in der Düssel sondern in der Poesie daheim. Sein Poesiealbum wurde das meistzitierte Kameloniens, ein Indiz dafür, wie genial Heines Verwandlung vom stummen Fisch zum poetischen Kamel tatsächlich gelang. Der Umfang des Albums zeugt von seinen zahlreichen Liebschaften. Mit seinem poetisch-erotischen Konkurrenten Goethe rang er um den Rang des kamelonischen Casanova.
In deutschen Landen ward zu jener Zeit die sogenannte "Ballade" in Mode bei den Dichtern, eine erzählende Gedichtform und irgendwie balla balla. Um dieser grausigen deutschen Poeten-Leidenschaft zu entkommen, zog Heine um nach Paris. Und der Grund, weshalb er um den Schlaf gebracht war, wenn er nächtens an Deutschland dachte war, dass die deutsche Poetenleidenschaft, die er doch in Paris hinter sich lassen wollte, ihn dort oft punkt zwölf Uhr nachts heimsuchte, so dass er aufstand, Leuchterkerzen anzündete, zum Griffel griff und verzweifelt um neue Reime rang, bis er einen neuen Balladenabschnitt zu Papier gebracht hatte. So entstand zuerst die bislang unveröffentlichte ...
- ... Pariser Ballade
- Nachts besucht' ich in St. Germain
- in ihrem Quartier die schöne Germaine
- weshalb ich das jetzt hier erwähn:
- sie war die erste meiner Glückssträhne
- Auf Suche nach Abenteuern
- in warmen Frauenzimmergemächern
- tat zuerst sie mich befeuern
- mit ihr konnte ich wie sonst nie bechern.
- Anstrengender war dann am Montmartre
- das Rendezvous mit Marianne
- Existenziell wurd's, als sich Herr Sartre
- zum Dreier gesellt' alsdanne
- Und schließlich im Quartier Latin war sie's
- die mich besonders betörte:
- Die grazile Dame aus Düsseldorf hieß
- wenn ich recht erinn're Dörte.
- Der Höhepunkt war dann bei der Jeanne d'Arc
- nah beim Dom der Invaliden
- Mein Luxuskörper erregte sie arg
- Sogar meine Hämorrhoiden.