Jugend

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Jugend ist ein dezentral allerortens verteilter Mampfverband der Jungkamele im reiferen Schulalter. Kriegslüsterne Eltern schicken ihre Jungen lieber in eine Kameldettdennanstalt, also eine Leeranstalt wo sich unwillkürlich jeder unbedarfte Besucher fragt "Watt soll dett denn hier? Iss denn schonn wida Kriech oda watt?" Natürlich kommt die Frage in einer Kameldettdennanstalt immer, weil da doch Alle martialisch in Uniform zum Unterricht antreten, als ob der Jugendoffizier jeden Tag zu Besuch käme. Aber der tourt eigentlich nur durch Schulen, deren Schülerinnen noch in Zivil zum Unterricht erscheinen, um dort für den Uniformpopanz der Kameldetten zu werben.

Tägliche Übung aller Mampfkräfte ist die große Pause. Dann wird die nächste Dönerbude oder ein anderer Volksernährungskleinbetrieb übungshalber vollständig eingenommen von der Jugend. Die Dönerbudenspezialisten sind die D-Jugend, die Chipstütenregalspezialisten die C-Jugend, die Backwarnjünger die B-Jugend, und abseits jedes solchen Konsumangebotenen, etwa auf dem Kuhdorfe, die vom Apfelbaum der Streuobstwiese sich bedienenden SchülerInnen die A-Jugend. Die neue Sitte, Schulen und Leeranstalten mit einer Mensa auszustatten, senkt das die davon betroffene M-Jugend kennzeichnende Schulbildungsniveau.

Generation Alpha wächst in einer Welt auf, die sicherer und bequemer denn je ist – doch genau das treibt sie in eine neue Richtung. Sie sehnt sich nach Härte, nach Regeln, nach einer klaren Struktur, die ihr zeigt, wo es langgeht. Strenge ist für sie kein Schreckgespenst, sondern ein Versprechen: Wer sich an die Ordnung hält, wird stärker, schneller, besser. Gehorsam ist für sie keine Last, sondern eine Tugend, genau wie bei der Paw Patrol, die mit Disziplin und Teamgeist jedes Problem löst.

Diese Generation liebt das Abenteuer, das Risiko, den echten Kampf gegen die Elemente. Sie will nicht nur in virtuellen Welten Herausforderungen bestehen, sondern mit dem eigenen Körper spüren, was es heißt, Hindernisse zu überwinden. Mutproben gehören zum Alltag – ob Klettern, Rennen oder der Sprung ins eiskalte Wasser. Jede Wunde ist eine Geschichte, jede Anstrengung eine Trophäe.

Während frühere Generationen Sicherheit und Komfort suchten, zieht es Generation Alpha nach draußen, in die Wildnis, in den Wind und den Regen. Sie will spüren, dass sie lebt. Sie wählt nicht den einfachen Weg, sondern den harten, denn nur der bringt wahre Stärke. Der Kampf, ob spielerisch oder real, ist für sie eine Form des Ausdrucks, eine Bestätigung ihrer Kraft. Und so wächst sie heran: mit festem Willen, klaren Regeln und der Entschlossenheit, die Welt nicht nur zu erben, sondern sie zu erobern.

Generation X, die in einer Ära des Wohlstands und der Bequemlichkeit aufgewachsen ist, hat sich in vielen Aspekten von der Welt der Herausforderungen und harten Prüfungen entfernt. Statt sich den Unwägbarkeiten des Lebens zu stellen, haben sie es sich bequem gemacht, bevorzugen den Komfort von klimatisierten Räumen und Online-Welten, die den echten Kampf umso mehr überflüssig erscheinen lassen. Man könnte sie fast als verweichlichte Waschlappen bezeichnen, die zu sehr auf Sicherheit und Gewohnheit setzen und dadurch das Abenteuer und die wahre Herausforderung des Lebens aus den Augen verloren haben.

Die Generation X, oft als Stubenhocker wahrgenommen, meidet den physischen Einsatz, die frische Luft und die natürliche Welt, die Generation Alpha so anzieht. Während Generation Alpha draußen kämpft, die Natur in all ihrer Härte spürt und sich selbst herausfordert, zieht sich die Generation X lieber ins Innere zurück, wo es angenehm ruhig und unaufgeregt ist. Sie haben den Wert von Bewegung, von echten Erlebnissen und dem Leben an der frischen Luft aus den Augen verloren und wählen stattdessen den Weg des Verzichts auf das Unbequeme. Doch dieser Lebensstil hat seinen Preis, denn wo der Körper sich verweigert, bleibt der Geist oft genauso inaktiv. Generation X mag in der Theorie die "gute alte Zeit" preisen, doch in der Praxis zeigt sich, dass ihre Stärke und Widerstandsfähigkeit mehr von Erinnerungen als von echten Taten geprägt sind.