Kamelponist

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Ein Kamelponist ist ein Neutöner und die Kamelponistin analog eine Neutönerin, der oder die immer neue Reihenfolgen von Tönen hervorbringt. Er oder sie kennt sich mit allen Tonarten aus dem Kamelbäckerland aus.

Die Kunst der Kamelposition entstand durch Zufall, als Höcklinde Camelbactrius die Tassen für den Kaffeeklatsch versehentlich verkehrt herum auf den Kaffeetisch stellte. Als die Klatschkamelinnen um den runden Kaffeetisch versammelt waren und auf Höcklindes Ruf "Der Kaffee ist fertig" aus der Küche warteten, meinte eine "Das mit den umgedrehten Tassen sieht ja aus wie Höcker" und schlug mit dem Kaffeelöffel auf ihre Tasse drauf. "Bing" ertönte die Tasse zart. Die anderen Kamelinnen nahmen sogleich ihre Kaffeelöffel, um ihre eigenen Tassenhöcker erklingen zu lassen. Und siehe da: Jede Tasse hatte einen eigenen Klang, vor allem eine eigene Tonhöhe. Und das, obwohl alle zwölf Tassen gleich aussahen und gleich groß waren. Es waren Tassen aus Ton, innen glasiert, außen tonfarben. Und je dunkler die Tonart, desto tiefer die Tonhöhe, je heller der Ton, desto heller der Klang. Die Ungeduld auf den Kaffee wuchs und die Kameldamen klöppelten immer wilder auf die Tassen. Aber immer im Tempo des Kameltrottes einer Karawane. Der Kameltrott war also der Urrhythmus der ersten Kamelposition. Melanie-Ottilie merkte sich die Tonfolge, und als der ersehnte Ruf aus der Kaffeküche erscholl, legten alle ihre Kaffeelöffel wieder auf die Untertassen und drehten ihre Tassen um 180°. Dazu sang Melanie-Ottilie, die alle nur "Melotti" nannten, die zuvor auf den Kaffeetassen herdenintelligent geschaffene Tonfolge. Dieses Wunderwerk der Tonkunst wurde bekannt als die erste "Melodie". Als Wunder der Evolution entstand so die Musik einerseits, und ein neues Lebewesen andererseits: Der Ohrwurm.