Kamelbäckerland
Im Kamelbäckerland befinden sich die größten Tonvorkommen Europas. Hier holen sich Tonkünstler all die Töne, die sie brauchen, um die Partituren zu füllen, die sie beim Freien Tonkunstwiki einem staunenden Publikumme präsentiertellern. Die Präsentierteller sind natürlich auch aus Ton. Steinzeug-Teller, unkaputtbar.
Das Kamelbäckerland ist natürlich im Westerwald, denn da pfeift der Wind so kalt cool, ja voll musikalisch. Dadurch liegt dort die Inspiration geradezu in der Luft für all die Komponierkamele. Ihre Werke erobern denn auch immer schnell die Welt im Sturm.
Manche Komponierkamele stellen sich so modernistische Dingelskirchen in den Wind. Eigentlich heißen die Dinger "Äolsharfen", aber wer kennt schon solche Fachbegriffe? Äolsharfen geben in starkem Westerwaldwind viele Töne auf einmal von sich. Das erhöht die Inspiration aus dem pfeifenden Wind, um auch komplexe Harmonik als Werkcharakter zu erzielen beim Komponieren. Puristen unter den Kamelponisten sehen die Dingelskirchen als von ihnen verschmähte technische Hilfmittel - da könne kamel ja gleich ChatGPT komponieren lassen.
Die deutsche Sprache und die musikalische Tonsprache haben viel gemeinsam, weshalb gemeinhin deutschsprachige Kamelponisten immer wieder etliche Werke von Rang gebacken kriegen mit den Zutaten aus dem Kamelbäckerland. Sehr deutsch auch ihre Namen: Schütz, Bach, Betthupferl, Motzert, Schubert, Weber, Wagner, Strauß, Strauß II, Strauss, Henze, Schönberg, Stockhausen, Zimmer. Deutscher Musik ist ein Hang zu Dur-Tonarten eigen. Dur kommt von "durus", d.h. dem lateinischen Wort für "hart". Hart wie Steinzeug, die Keramik, die auch aus den Tonarten des Kamelbäckerlandes gebacken werden kann, vor allem Keramik-Geschirr, das überhaupt erst die Erfindung des Kamelponierens von Musik ermöglichte.