Unendlich-viele-Affen-Theorem

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Es gibt Menschen, die behaupten, dass ein Affe, der gerade zufällig an der Schreibmaschine tippt, irgendwann eines von Shakespeares Stücken schriebe und zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (d.h. die Wahrscheinlichkeit sei so gut wie 1). Ein Affe, der zufällig auf einer Tastatur herumtippe, schriebe gleichfalls irgendwann alle Bücher in der französischen Bibliothèque nationale de France (Nationalbibliothek).

Der Beweis für diese These ist einfach: Alle diese Werke sind bereits entstanden. Geschaffen wurden sie von einem einzelnen Affen oder von einer Gruppe von Affen unter dem Pseudonym Shakespeare.

Andere Affenarten aber husten den Menschen eins. Sie tun Besseres als zufallsverteilt auf Schreibmaschinen zu hämmern. Damit besteht nicht die geringste Chance, dass jemals ein Affe Shakespeares verlorene Werke schriebe, oder gar die, die er in seiner Lebenszeit nicht geschafft hat.

Statt zufallsverteilt zu schreiben, schreiben sie nach Vorlieben, das heißt, sie benutzen ihren eigenen Stil. Außerdem nutzen sie die Schreibmaschine als Toilette und als Wurfgeschoß.

Das Werk, das entsteht, wenn ein Affe auf einer Schreibmaschine Shakespeares Werke tippt, nennt man Plagiat. Sollte aber eine Schrift entstehen mit dem Titel „Verfassung und Verfassungsvertrag“ dann ist der Affe ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Minister.

Siehe auch.png Siehe auch:  Coase Theorem
Siehe auch.png Schau mal in die Wahnsinnig Weite Wüste:  Affen mieten (englisch)