Smalltalk

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Gegenteil von Bigtalk.

Brauchtum[bearbeiten]

Small-talk verbreitet sich immer mehr. Das ist in unserer schnelllebigen Zeit eigentlich verwunderlich, denn small-talk ist nicht erfolgsorientiert, sondern reiner Zeitvertreib. Der volkswirtschaftliche Schaden durch vermeidbaren small-talk beträgt jedes Jahr rund gerechnet 3,456 Milliarden €.

Small-talk entsteht in der Regel spontan und oft genug zwischen Leuten, die sich sonst nicht weiter kennen. In diesem Stadium ist small-talk noch gesellschaftlich toleriert. Bei näherer Bekanntschaft wird daher small-talk schamhaft mit Begriffen wie "Fachgespräch", "Liebesgeflüster" oder "Theologische Grundsatzdiskussion" umschrieben, obwohl es sich objektiv gesehen in 89,65 % der Fälle nach wie vor um small-talk handelt.

Wie Rauchen, Alkoholmissbrauch und Schokoladeessen ist small-talken als Suchtverhalten von den Krankenkassen anerkannt. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er kann Ihnen Ratschläge geben, wie Sie davon loskommen.

Dienstleistung[bearbeiten]

Wer sich nicht selbst für small-talkfähig hält, aber entsprechende professionelle small-talk-Veranstaltungen besucht oder besuchen muss, kann sich der Hilfe berufsmäßiger small-talker bedienen. Man findet sie auf den "gelben Seiten" bunt eingestreut zwischen Rechtsanwälten, Politikern, Schauspielern usw. Doch Vorsicht! Die Honorare sind sehr hoch und üblicherweise wird keine Erfolgsgarantie gegeben. Wir wissen aus obskurer Quelle, das 36,7 % aller in Deutschland zugelassenen Porsches durch small-talk Honorare erworben wurden.

Für den privaten Bereich empfiehlt sich ein gutes Verhältnis zu seiner Schwiegermutter oder - wenn unverheiratet - zu Tante Erna. Das erleichtert vieles.

Feminismus[bearbeiten]

Da man bei diesem Thema nur Ärger bekommen kann, wird dieser Bereich ausgespart.

Getränk[bearbeiten]

Zu small-talk gehört unbedingt ein Glas mit einem Getränk. Man hält es in der rechten Hand, damit die linke Hand für unterstützende Gesten frei bleibt. Bei Linkshändern ist es gewöhnlich umgekehrt. Nur lasche small-talker sehen sich hilfesuchend nach einer Ablage für ihr Glas um. Der kernige small-talker macht es im Stehen. Neben dem small-talk sind andere Tätigkeiten durchaus üblich (z.B. denken, schlafen, wandern, Bilder ansehen (sehr beliebt), Todesanzeigen lesen, Sex)

Maßeinheit[bearbeiten]

Maßeinheit ist das bla-bal. Je mehr bla-bal, je wirkungsvoller der small-talk. Das Bla-bla zerfällt in hundert Silben. Ein gemessener small-talk wird in der Bewertung als 3.466,93 ausgedrückt. Kenner wissen dann = eine Menge bla-bla und 93 lose herumhängende Silben.

Schifffahrt[bearbeiten]

Der kurze Sprachstil der Schifffahrt unterscheidet sich zwar auch von bigtalk, ist aber kein small-talk. Das längste Wort dort ist "Ahoi."

Sprachwissenschaft[bearbeiten]

Untersuchungen über den small-talk sind nicht üblich. Die gesprochene Sprache entzieht sich ohnehin den Regeln dieser Wissenschaft weitgehend, sei es big-talk, middle-talk, side-talk oder eben small-talk. Nur einige Verwegene, bei ihren Kollegen schräg über die Schulter angesehene Froscher haben sich dazu aufgerafft, sich um den small-talk zu kümmern. Beispielhaft seien genannt

  • Friedrich Müller-Itzehoe, "Talk im Studio am Beispiel J. Baptist K.", Ibbenbbüren, 1998
  • Verena Malli, "Wie können Frauen sich mit small-talk wehren", Darmstadt, 2009
  • Anselm von Knigge, "Small-talk und Klimawandel", Tauberbischhofsheim, 2001
  • Anselm von Knigge, "Small-talk und Sinnlichkeit", Tauberbischhofsheim, 2002
  • Anselm von Knigge, "Small-talk und Fahradfahren", Tauberbischhofsheim, 2004
  • Anselm von Knigge, "Small-talk und das Rätsel der Pyramide", Tauberbischhofsheim, 2006