Jacques-Yves Küsto

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Küsto, hier als Rotkäppchen verkleidet

Jacques-Yves Küsto [schack-üffe küstoh] ist der französische Erfinder des Meeres und Patenonkel von Nemo. Trotz seiner großen Medienscheu und Bescheidenheit schaffte er es zu erklecklicher Berühmtheit. Wahrscheinlich lag das nicht zuletzt an seinen phantastischen Calypso-Fähigkeiten. Ob er an seiner chronischen Aqua-Lunge (Wasser in den Bronchien infolge von Herumlungerei) gestorben ist, oder einfach nur nicht wieder auftauchen konnte, weil er sich krampfhaft an seiner goldenen Palme festhielt, wird bis heute heftigst debattiert.

In Paris erinnert ein Jacques-Küsto-Museum durch die Höhe seiner Eintrittsspreise an die immer noch weitgehende Unzugänglichkeit Tiefsee, deren Geheimnisse selbst Küsto nicht zu lüften vermochte. Singende Kamelnixen sollen dort hinabtauchende Männer aus ihren Tauchkugeln locken, selbstleuchtende Tiefseewale hinabtauchende Frauen mitsamt ihren Tauchkugeln verschlucken. Einzig Wolfgang Tiefensee überlebte einen Tauchgang, indem er den Nixen mit Leipziger-Allerlei-Dosen das Maul stopfte. Dafür sind die Küstengewässer der Welt umso besser erfroscht von Küstos Froschmännern. Kehrseite der Medaille ist das exponenziell zunehmende Verschwinden all dieser Küstengewässer unter Aquakultur-Fischzuchten, Offshore-Windparks, sowie Öl- und Gas-Explorations- und -Förder-Plattformen.