News:2026-03-16 – Markus Söder fordert Atommüll-Endlager in Bayern
News vom 16.03.2026
Markus von Bavaria, seines Zeichens Schutzpatron der Weißwurst- und Fleischkäsverkäufer, Stifter des großen gelben M, Halter des geheiligten Bartes von Rixx, Weisester der Weisen und sowieso Bester von Allen, forderte jüngst in seiner Predigt von der Kanzel seines Schattenkanzleramtes die sofortige Beendigung der Suche nach einem Atommüll-Endlager in Bundes-Schland und die Errichtung eines eben solchen in Bayern. Es könne schließlich nicht angehen, das echter bayrischer Atommüll, der in den dortigen Atomkraftwerken erzeugt wurde, fern der Heimat irgendwo verscharrt würde. Schon gar nicht in Ostdeutschland, denn diese ewigen Schmarotzer entziehen der großartigen bayrischen Nation ohnehin schon den finanziellen Sauerstoff.
Natürlich soll der wertvolle Atommüll auch in Bayern nicht einfach in einem anonymen Massengrab beigesetzt werden. Nein, Markus der Weise hat dafür ganz andere Pläne. Kleine, modulare Reaktoren, sogenante SMR oder Mini-AKW, sollen in jeder größeren bayrischen Stadt entstehen. In diesen Reaktoren soll der wertvolle Atommüll verwertet und damit einer sinnvollen Zweitnutzung zugeführt werden.
Vorzugsweise zentral gelegen, vor den jeweiligen Rathäusern, sollen die Leitungswege zwischen den neuen Atomkraftwerkchen und der bayrischen Industrie möglichst kurz gehalten werden. Sparfuchs wie der Markus nun mal ist, sollen hierbei selbstverständlich keine teuren Erdleitungen vergraben werden, sondern kostengünstige Freileitungen.
Markus zeigt sich außerdem solidarisch mit den anderen ehemaligen Atom-Bundesschländern, welches fast ausnahmslos westdeutsche Länder sind. Schließlich waren die doofen Ossies ja nie in der Lage, vernünftige Atomkraftwerke zu bauen. Der ziemlich unbrauchbare Atommüll aus Lubmin und Rheinsberg gammelt nun schon seit fast 30 Jahren irgendwo an der Ostsee herum. Von diesem Unrat abgesehen, bietet Markus an, den Atommüll aus den ehemaligen westdeutschen AKW in Bayern zu verwerten.
Für die Bunte Regierung kommt dieser Vorschlag aus dem Süden offenbar überraschend. So bemühen sich derzeit mehrere, vorallem SPD-geführte Ministerien eifrig um die nun ungeplant frei werdenden Milliarden, welche eigentlich für die weitere Erkundung von geeigneten Atommüll-Endlagern eingeplant waren. So kommt aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales aktuell der Vorschlag für eine Rente mit 43. Aber auch die CDU will ihren Wählern offenbar Gutes tun und fordert eine negative Energiesteuer von minus 2,70 Euro pro Liter Superbenzin bzw. Diesel.
Die mit dem grandiosen Vorschlag für bayrische Mini-Atommüll-AKW einher gehende Euphorie am deutschen Aktienmarkt hat binnen weniger Tage zu einem Wachstumsschub von viereinhalb Prozent im Vergleich zum Februar diesen Jahres geführt. Wiedereinmal ist Bayern die Innovationsmaschine Deutschlands!