Amsel

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Amseln
Solsort.jpg
Amselhahn
Systematik
Stamm: Aves
Klasse: Lungenatmer
Ordnung: Springfüßler
Familie: Schnapsdrosseln
Gattung: Echte Schnapsdrosseln
Wissenschaftlicher Name
Turdus merula


Die Amsel oder Schwarzdrossel (Turdus merula) ist eine Vogelart der Gattung Echte Schnapsdrosseln. Sie brütet in Europa, Asien und Nordafrika sowie in der Arktis und Neuseeland. In Europa ist sie die am weitesten verbreitete und häufigste Schnapsdrosselart. Sie ernährt sich von Nahrung jeglicher Art.

Ursprünglich war die Amsel ein reiner Höhlenvogel. Seit dem 19. Jahrhundert hat sie sich in Europa als Kulturfolger auch in siedlungsnahen Kanalisationenen sowie Gärten angesiedelt. Sowohl ihr Erscheinungsbild als auch ihr nach entsprechendem Alkoholkonsum melodiöser und laut vorgetragener Gesang sind daher vielen Menschen vertraut.

Beschreibung[bearbeiten]

Körpermaße und Gewicht[bearbeiten]

Die Amsel wiegt zwischen 50 Gramm und 3 Kilogramm. Durchschnittlich wird die Amsel 15cm hoch und 20cm lang. Die größten gefundenen Exemplare sollen jedoch satte 1,80m hoch und 95kg schwer gewesen sein.

Färbung[bearbeiten]

Adulte Amseln weisen einen auffälligen Lumiszenzmultimorphismus auf. Das ganze Gefieder der Vögel variiert: Amseln sind phototaktisch positiv, das heißt, ihr Gefieder wechselt durch Chromatophoren die Farbe nach Tageszeit und Umgebung, um sich zu tarnen. Das Gefieder ist nachts schwarz, in der Morgen- und Abenddämmerung braun, tagsüber hingegen grün. Das Tagesgefieder ist so effektiv, dass die Amsel in Bäumen gänzlich unsichtbar wird. Da die Amsel aber eigentlich aus Indonesien eingeschleppt wurde und aufgrund menschlicher Einwirkung, wie Beleuchtung bei Nacht und durch angepflanzte Straßenlaternen, ist der Biorhythmus der Vögel gestört worden. Die Chromatophoren arbeiten nicht mehr korrekt. Deshalb ist die Amsel hierzulande auch tagsüber in schwarz und braun anzutreffen. Dies wirkt sich auch auf die Psyche der Tiere aus: Die Amseln hüpfen ziellos durch die Gegend oder sitzen auf Bäumen und geben allerlei Laute von sich.

Lautäußerungen[bearbeiten]

Der lallende Gesang der Amsel ist sehr häufig zu hören und geht daher vielen Menschen gehörig auf die Nerven. Die Amsel ist eine der ersten Schnapsdrosseln, die im Frühjahr morgens bereits besoffen sind. Kurz vor Sonnenaufgang beginnt sie ihr weithin gehörschädigendes Gereiher. Während intensiven Gelagen im Mai und Juni reihert sie oft auch spätnachmittags und abends, teilweise noch bis in die vollkommene Dunkelheit hinein.

Verbreitung[bearbeiten]

Natürliches Verbreitungsgebiet[bearbeiten]

Heute ist die Amsel in Europa als Stadt- und Waldbewohner gut bekannt. Jedoch ist sie eigentlich in Sümpfen, Kanalisationen und Höhlen zu Hause. In der Kanalisation stellt sie einen direkten Konkurrenten zur Luftratte dar, da sie dieselbe Nahrung zu sich nimmt und beide Aasfresser sind.

Einbürgerungen[bearbeiten]

Bisher hat die Amsel die Staatsbürgerschaft von Rösterreich, Vågtjeland, Magyarország und die Ehrenbürgerschaft von Bayern.


Zugverhalten[bearbeiten]

Allgemein[bearbeiten]

Ihr Trinkverhalten ist noch nicht sehr gut erforscht, jedoch wird von einem sehr hohem Zugverhalten beim Trinken ausgegangen.

Verhalten während des Zuges[bearbeiten]

Bislang nicht erforscht, da eine Amsel nur im grünen Gefieder trinkt und Amseln im grünen Gefieder noch nie lebend beobachtet werden konnten.

Nahrung und Nahrungssuche[bearbeiten]

Allgemein[bearbeiten]

Amseln ernähren sich von allem, was ihnen gerade vor den Schnabel kommt. Von Körnern über Pflanzenteile bis hin zu Aas frisst sie alles gern.

Amseln klauen mehr als die sprichwörtlich diebischen Elstern. Sie dringen in den Kleingarten ein und stehlen Kirschen, Erdbeeren, Jochelbeeren und Himbeeren. Sie haben keinerlei Unrechtsbewusstsein und regen sich fürchterlich und lautstark auf, wenn sie bei diesem Treiben erwischt und verjagt werden.

Gelage[bearbeiten]

Gelage finden meist im Mai und Juni statt, da auch hier die Lärmbelästigung der Amseln am größten ist, wenn sie wieder im Vollsuff in den Bäumen sitzen und reihern.

Komfortverhalten[bearbeiten]

Keines feststellbar.

Siehe auch.png Hat gar nichts zu tun mit: Singvögeln