Imaginäre Zahlen

aus Kamelopedia, der wüsten Enzyklopädie
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Stellen Sie sich hier bitte eine beliebige mögliche Zahl vor.

Die imaginären Zahlen sind Zahlen, die so unvorstellbar vorstellbar sind, dass jeder, der auf sie zählt, sofort die unglaublichsten Imaginationen erfährt.

Dank dieser besonderen Eigenschaft sind die imaginären Zahlen besonders bei Politikern beliebt, die diese gerne in Haushaltsentwürfen verwenden. Das soll dann die Imagination der Wähler dahingehend beeinflussen, dass sie sich nichts anderes mehr vorstellen können, als bei der betreffenden Partei ein Kreuz zu machen. Leider schlägt die Strategie zuweilen fehl, weil die Wähler stattdessen ein Kreuz schlagen (was nebenbei bemerkt eine arge Misshandlung des Kreuzes ist und schlimme Kreuzschmerzen auslösen kann).

Auch Wirtschaftsbosse benutzen die imaginären Zahlen gerne in ihren Bilanzen. Leider kommt es dabei manchmal vor, dass sie die falsche Tinte verwenden und daher rote Zahlen schreiben.

Geschichte der imaginären Zahlen

uhrsprünglich gab es in Kamelonien ein 12er-Zahlensystem, und das verbreitete sich dort einst zusammen mit dem Wurstfingersyndrom. Kamele hatten dadurch fünf Finger an jeder Hand, Dromedare mit ihrem Höckerneid auf Trampeltiere aber bildeten sich im Falle eingetretenen Wurstfingersyndromes nicht mehr nur noch einen zweiten Höcker ein, sondern ebenso einen sechsten Finger an jeder Hand. Den imaginierten Finger.

Dromedare sind gewöhnlich außer als Tragtiere auf elend langen Saharasalzkarawanenwüstenpisten zu kaum was zu gebrauchen, allerdings gab es schon immer ein paar begabte Uhrmacher unter ihnen. So kam es, dass sie die Zeit in 12 Stunden einteilten, mit der sechsten und der zwölften Stunde als imaginierte Stunde. Bei aller Imagination reichten die 12 Stunden nach Dromedarzeiteinteilung nicht für einen Tag, weshalb sie den Tag in zwei Halbzeiten mit jeweils zwölf Stunden einteilten. Damit hatte ein Tag 20 Stunden und 4 imaginierte Stunden. Das war wichtig für die Saharasalzkarawanenkamele, deren elend lange Wüstenwanderungen imaginiert um jede sechste Stunde kürzer waren, also imaginiert weniger anstrengend.

Das Zahlensystem wurden dank Herdenintelligenz noch weiter entwickelt zu mehrstelligen Zahlen. Die Vielfachen von Zwölf waren Einzig, Zweizig, Dreizig, Vierzig, usw. bis Zehnzig, Elfzig und Zwölfzig, die höchste Zahl war Zwölfzigundzwölf, also 156. Das Dezimalsystem entstand erst, als die intelligenteren, aber fauleren Trampeltiere sich der Sache mit dem Zählen und den Zahlen annahmen. Sie verbannten alle Imaginierte davon in ein imaginäre Ecke der mathematischen Theorie, wo sie auch heute noch zu finden sind. Lediglich die zwei Zwölfstundenhalbzeiten des Tages behielten sie bei, wobei sie bis heute die vier imaginierten Stunden eines Tages nicht zur imaginierten Erleichterung ihrer Arbeit, sondern für je ein Nickerchen.



 Nicht zu verwechseln mit:  Wurzel, Unsichtbare Zahlen