Detonation

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Hier eine eher bescheidene Detonation, bei der nur ca. 30 Kamele gen Eden mitgerissen werden konnten!

Detonation, die, … ist was hochgradig aufregendes, hat einen stark explosiven Charakter und ist nur begrenzt mit einer Intonation verwandt. Anders als bei der Intonation, die eine unendliche Vielfalt an Tönen hervorbringt, kennt die Detonation nur einen Ton, der sich wie folgt beschreiben lässt: Boooom! Auch die Kakophonie vermag es nicht die Detonation an Expansionsmus zu überbieten.

Seit der Entdeckung der Detonation übt diese eine magische Anziehungskraft auf überwiegend geistesarme (also schon fast entgeisterte) Kamele aus, die mittels Detonation oft sich und anderen das Gehör oder gar das Leben rauben, will sagen, es handelt sich meist um recht mörderische Veranstaltungen. Dessen ungeachtet gibt es enorme Anstrengungen, die Detonation auch als neue Kombinationsform mit Erlebnisreisen zu etablieren. Im Visier der Anbieter sind hier vornehmlich Blitz- und Spontanreisende, denen bislang der Kick fehlte.

Natürlich müssen auch Detonationen inszeniert werden und brauchen ihren künstlerischen Rahmen. Um die Differenzierung zur Intonation herauszustellen, hat man sich darauf geeinigt die Festspiele für Detonationen anders zu benennen. Sie werden gemeinhin unter der Bezeichnung Krieg ins Spielprogramm aufgenommen. Eine Liste der bisherigen Aufführungen ist unter selbigem Begriff zu finden. Derzeit noch im laufenden Spielplan, die Aufführung "Blut für Öl“ von Bush dem Jüngeren, nach einer Inszenierung von Camping in Asia und der Co-Vertonung durch United Notation, ein „Muss“ für alle Monotonisten!

Auch die Ausstattung dieser Festspiele ist nicht mit dem kargen Orchester einer Intonation zu vergleichen. Nein hier benötigen SIE ganze Armeen, Panzerverbände, Flotten zu Wasser und in der Luft und vor allem natürlich, Bomben, Granaten, Raketen, Munition, Gift, Chemie und alles weitere was diese winzlichen Gehirne bislang erfunden haben und nur den geringsten Anschein einer anständigen Detonation in sich bergen könnte.

Miniaturisierte Veranstaltungen dieser Art nennt man Anschlag, jenige werden meist improvisiert und bevorzugt in Fußgängerzonen und an anderen belebten Orten spontan aufgeführt. Auch die Wahl des Instrumentariums ist aufgrund der Improvisation recht begrenzt, weshalb außer "Bauch weg Gürteln", Autobomben und AK-47 nur Kleingerät zum Einsatz kommen kann.

Das ganz kleine aber immer noch entscheidende Geheimnis für das Gelingen einer jeden, ob kleinen oder großen Detonation, ist das Kanonenfutter. Ohne ausreichende Anwesenheit desselben wäre nahezu jede Detonation völlig sinnentleert und vollständig der Lächerlichkeit preisgegeben.

Leider ist es bis heute noch nicht gelungen alle Akteure und Fetischisten der Detonation (die es sich wahrlich verdient haben) auf einem Fleck dieses Planeten zu versammeln, um IHNEN mittels der selbst bevorzugten Reiseform - einer letzten und sehr großen Detonation - mitsamt dem Begriff, in eindrucksvoller und finaler Art, eine sofortige Reise gen Eden zu ermöglichen!

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