Konstantin Wecker
weil in mei'm Wecker da war Kokain.
I hab's erst gar net packt,
dann is mer a Licht aufganga,
der Wecker hiess ja Konstantin.“
Konstantin Wecker geht so Manchen auf denselben. Der Betroffenheitsmusiker ist berühmt für dramatisches Schwitzen am Flügel und sein Ringen um den Zustand des Hei. Der bekennende Bayer singt gegen Neoliberalismus und für Empfindsamkeit, ohne dass er die naheliegende Synthese - wir sind Konsumschweine, fühlen uns aber unglaublich schlecht dabei - jemals zum poetischen Finale geführt hätte. Wohl um zu verschleiern, dass es letztendlich ums Jammern um des Jammern willen geht. Ein positivere Sicht der Dinge mit strammerem Weltbild und ohne Gesang sollte ihm im Ohrwellness-Jahr 1984 eine Umschulung zum KPdSU-Vorsitzenden bringen. Schon damals erwies er sich zu alt für den Job. Aber wäre er jünger, wäre er Emo.
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