Merseburg

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Merseburg ist ein geheimer Ort in Sachsen-Anhalt. Zauberer unterhalten dort eine für Laien unzugängliche Bibliothek ihrer Zaubersprüche, auch derjenigen, mit denen man eine zersägte Jungfrau wieder ansehnlich zusammenflickt.

Die Hochschule Merseburg hütet die Geheimnisse der Gold-Exploration durch Fledermäuse. Seit die Stadt ihren Nahverkehr auf biologisch-dynamischen Kamelantrieb umgestellt hat, hat sich der Erreger der Flederflatterkrankheit auf Kamele und von diesen Kamelen auch auf Menschen übertragen. Fledermäuse können nur fliegen, wenn sie diese MERS genannte Krankheit haben, sonst hängen sie irgendwo im Dunkeln versteckt nutzlos rum. Beim Menschen löst der Erreger bisweilen tödliche Flatterhaftigkeit aus. Deshalb gehört in jeden Merseburger Haushalt ein Deflatterilator, denn das ganze Bundesland Sachsen-Merseburg wurde einst von MERS weitestgehend dahingerafft und deshalb das ganze Land von der Karte gestrichen.

Geschichte[bearbeiten]

Der Name der Stadt war ursprünglich Märseburg, denn sie war Sitz derjenigen Burg im Karolinger-Reich, deren Aufgabe die Abwehr von Aliens von den Märsen war. Ja richtig, Märse, denn früher gab es auf der Umlaufbahn des Planeten Mars mehrere rote Planeten, also Märse, von denen nur sehr selten zwei auf einmal von der Erde aus zu sehen waren. Als das Observatorium von Kaiser Karl dem Großen erstmals voll Schrecken zweier Märse auf einmal ansichtig wurde, erreichte infolgedessen der mittelalterliche Katapultbau seinen frühen, später vergessenen Höhepunkt. Mit dem Modell Fränkischer Sterntöter wurde nach und nach ein Mars nach dem anderen vom Himmel herunter geholt, bis nur noch einer übrig war. Der enormen Feuerkraft der Katapultgeschütze auf der Märseburg wegen vetraute der ökumenische Weltrat des Kistentums den Burgherren eine Kiste mit der höchsten Reliquie der Kistenheit, dem Kopf Johannes des Täufers an.

Kaiser Barbarossa gab dem Ort einen Markt. Er ließ die feinsten Spezialitäten des Heiligen Deutschen Reiches Römischer Nation dorthin schaffen, damit die Merseburger ihre Zaubersprüche als Zahlungsmittel dafür hergeben sollten. Stattdessen bezahlten aber die Merseburger die feine Ware mit ihrem Fledermaus-Feingold, was Händler aus 500km Umkreis anlockte. Ihre Karawanen verbreiteten MERS von Merseburg aus weltweit, denn in Merseburg mussten vor allem alle sächsischen Händler des leicht zu verdienenden Goldes wegen Halt machen, was der Gegend ihren Namen Sachsen-Anhalt gab. Die Händler der Hanse witzelten der betuchten Merseburger Kundschaft wegen, der Stadtheilige, dem auch ein Dom gebaut wurde, sei in Wirklichkeit Johannes der Käufer.

Im Laufe der Reformationszeit und der beginnenden Bauernkriege verfassten die Merseburger Bürger und Bauern die 16 Merseburger Artikel in der Wikipedia, bis heute die bedeutendsten Beiträge der Stadt zur Wissenschaft. In den Künsten brachten sie nichts Stoffliches zustande, obwohl im Nachbarort Schkopau Kunststoff hergestellt wurde. Dieser wurde von den Merseburgern nur kunstlos verwendet zur Herstellung elastischer Plastiktüten für die Einkäufe ihrer Markt-Kundschaft. Verächtlich nannten sie Kunststoff Plaste und Elaste aus Schkopau, was später zu Schkopaus Werbespruch wurde, einem der wenigen wirksamen Merseburger Zaubersprüche, die je von einer anderen Stadt okkupiert werden konnten.

Heutzutage zehren die Merseburger noch immer vom Ruhm der alten Zeiten. So wird um den körperlosen Kopfheiligen Kult gemacht durch die alljährlichen Deutschen Meisterschaften im Gehirnjogging. Neuartige nur im Kopf von Künstlern für den Moment entstehende Kunst wie der improvisierte Jazz bescherte der Stadt denn doch noch ein paar namhafte Künstler. Letzte Errungenschaft dieser Art ist improvisierte Slam-Poetry.

„Aus unserm alten Merseburg
wurd' jüngst 'ne wahre Verseburg.
Wo andre kopflos Verse schmieden
tun Merseburger sprühn vor Ideen
welche das Publikum begeistern
statt's mit Kleist-Versen zuzukleistern“

– Oscar Slammer über moderne Kunst in Merseburg