Wie schlägt ein Politiker einen Nagel in die Wand?

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Aufgabenstellung

Ein Nagel in einer Wand wird benötigt um zum Beispiel ein schönes Bild der Demokratie daran aufzuhängen. Für diese pragmatische Aufgabe werden mehrere Politiker verschiedenster Parteien ausgewählt. Die Aufgabenstellung ist recht einfach, jedoch müssen sich damit verschiedene Ausschüsse beschäftigen bevor ein solides Gesetzpaket für das Einschlagen des Nagels ausgearbeitet werden kann. Da dies zu lange dauert und in der jetzigen Legislaturperiode (weniger als vier Jahre vor der nächsten Bundestagswahl - das stelle man sich mal vor!) hier also nur eine theoretische Übung mit der Frage: „Wie schlägt ein Politiker einen Nagel in die Wand?“

Inhaltsverzeichnis

CDU[bearbeiten]

Saubere Lösung ohne Schäden an der Wand

Wichtig für die CDU ist der Bestandsschutz, das heißt hier, dass beim Befestigen des Nagels möglichst die Rechte des Untergrundes auf Unversehrtheit nicht beeinträchtigt werden. Es soll außerdem auch eine schöne Lösung des Problems werden, die auch nicht durch eine eventuelle Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gefährdet wird. Durch diese Lösung werden auch alle Vorgaben der EU-Kommissionen eingehalten. Der Nagel könnte vor der Verwendung einen Korrosionsschutz erhalten.

FDP[bearbeiten]

Die FDP unterstützt prinzipiell diese Lösung, würde aber bevorzugen, dass leicht blau eingefärbtes Klebeband verwendet wird und der Nagel sollte als Stahlnagel in den Anlassfarben etwas Magenta schillern, damit die Farben der FDP besser zur Geltung kommen. Solange das nicht gewährleistet wird, ist man natürlich gegen den Vorschlag der CDU, weil er nicht weit genug geht.

Die Grünen[bearbeiten]

Die Grünen lehnen alle Lösungen grundsätzlich aus Umweltschutzerwägungen ab! Sie würden also höchstens eine Version mit wasserlöslichem Klebstoff unterstützen. Das Bild des Nagels könnte auch mit zugelassenen Aquarell- oder besser Lebensmittelfarben direkt auf die Wand aufgetragen werden. Der nun überflüssige brutale Hammer könnte zu Pflugscharen umgeschmiedet werden.

Nutzerfreundlicher und Erfolgsorientiert

SPD[bearbeiten]

Die SPD ist für eine notwendigerweise sozial gerechtere Lösung: auch der Nagel kann nicht so starr und steif auf seiner Position da oben beharren. Die Version der CDU hat da erheblichen Nachbesserungsbedarf. Außerdem bezweifle die SPD, dass an den Nagel in dieser Form auch nur irgend etwas angehängt werden könne. Notfalls werde man also deren Vorlage vor dem Bundesrat blockieren.

Der Nagel müsste auch etwas nutzerfreundlicher umgeformt werden. Zweckmäßig wäre ebenfalls eine Verlagerung in tiefere Positionen, so dass der Nagel wenigstens einen Anschlag am Boden hat. Nur so ist zu vermeiden, dass durch die Last des Bildes das Klebchen mit dem Nagel von der Wand gerissen wird.

Kollateralschäden in Kauf genommen, aber der Nagel ist drin!

AFD[bearbeiten]

Die Aufgabe heißt doch: „Einen Nagel in die Wand schlagen“. Alle bisherigen etablierten Parteien erfüllen diese Aufgabenstellung nicht. Alle deren Lösungen lauten, dass der Nagel nicht in der Wand, sondern bestenfalls außen vor ist. Die AFD wird deswegen einen Hammer verwenden und den Nagel korrekt und richtig dreinschlagen. Wer will, kann dann ein beliebiges Bild ranhängen, notfalls auch das von der Demokratie, besser jedoch eines von der D-Mark.