Loch

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Ein Loch (von ahd. loch; mhd. loh) ist eine leere oder offene Stelle, die von Materie umgeben ist, welche im Loch nicht (mehr) vorhanden ist. Löcher entstehen meist durch äußere Einwirkung: beispielsweise durch absichtliche Beschädigung der sie umgebenden Materie.

Beispiel für ein Loch: Weil das Bild fehlt, gibt es hier ein Bild-Loch
Weiteres Beispiel für ein Loch, verursacht durch eine gefräßige Katze

Physikalische Gegebenheiten[bearbeiten]

  1. Ein Loch ist nicht Nichts, sondern immer Etwas,
  2. Ein Loch ist trotz der Abwesenheit von Materie sichtbar sowie greifbar,
  3. Ein Loch zeichnet sich dadurch aus, dass es an Erde fehlt.
  4. (Rotermann) Löcher lassen sich nicht durch weitere Löcher schließen.
  5. Löcher lassen sich nur an ihrem Rand anfassen.
  6. Nichtmal Sie können Löcher mit Wasser füllen.

Eine kreiszylindrische Öffnung, die mit einem Bohrer in ein Werkstück gebohrt wurde, wird je nachdem auch als Bohrung bezeichnet.

Einer der natürlichen Feinde des Loches ist der Pfahl. Er rammt sich hinterrücks in das wehrlose Loch und verankert sich sofort mit Beton, Sand oder anderen Gemeinheiten. Es ist bisher noch kein Fall bekannt, in dem ein Loch einen solchen Angriff überlebt hat. Es sei denn, darunter befindet sich eine hohle Nuss oder das Loch ist eine bodenlose Frechheit!

Ein Loch ist eines der wenigen Dinge auf der ganzen Welt, das GRÖSSER wird, wenn man was wegnimmt. Dieses Paradoxon erklärt sich aus dem a-normalischen Grundsatz "je weniger Loch desto mehr da" (Käse-Theorie). Allein die Anormalie des Wassers kann das toppen. Die Kombination aus Wasser und Löchern nennt man Blasen. Diese sind wissenschaftlich kaum erklärbar. Blasen auf dem Wasser sind es garnicht, denn es sind Löcher in nicht vorhandenem a-normalem Material.

Vorkommen[bearbeiten]

Löcher befinden sich fast überall dort, wo auch Materie oder Substanz vorkommen. So beispielsweise im Erdreich eines Gartens oder Friedhofes, in einer Wand, in einem Zahn, in einem Kleidungsstück, im Käse, ja sogar im Weltall in Form eines Schwarzen Lochs. Im Golfsport und in der Metalltechnik werden Löcher sogar genormt.

Zur Geografie der Löcher: Die wichtigsten Löcher pflegen auf Lochkarten verzeichnet zu sein. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Manche Löcher entdeckt man erst, wenn man hineingefallen ist.

Arten[bearbeiten]

Natürliche Löcher[bearbeiten]

  • das sich entwickelnde Loch: Ein Platz, an dem das Vorhergewesene zerstört wurde und jetzt Arbeiten in Gange sind, um etwas Neues aufzubauen, z.B. Baustellen wie das Straßengraben.
  • das tote Loch: Ein Platz, an dem das Vorhergewesene zerstört wurde, mit dem Plan etwa Neues dort aufzubauen. Dieser Plan wurde jedoch nie vollendet. Es entstehen Flächen, an die die Bevölkerung sich derart gewöhnt hat, dass das Loch nur noch für Experten als solches erkannt wird.
  • das zufällige Loch: Ein abgeschlossenes Projekt hinterlässt absichtslos ein Loch als Nebenprodukt, z.B. Kanaldeckel, Baumhöhle.
  • das Gottesplanloch (GPL, new whole): Ohne menschliches Zutun hat die Natur eine Fläche verändert, die sich aber weiterentwickelt und etwas Neues erschafft. GPLs gehören zu den größten natürlichen Löchern. Sie bilden das Überloch, z.B. Watt, Lavafeld.

unnatürliche Löcher[bearbeiten]

  • das Durchgangsloch: Ein neu entstandenes Gebilde, das konstant bleibt, also „durchgängig“ zum Stadtbild gehört. Das Konstrukt greift das Lochmotiv architektonisch auf. Ein „Durch-Gang“ ist möglich, z.B. Bundeskanzleramt und Reichstag in Berlin.
  • Im krassen Gegensatz zum Durchgangsloch steht das Sackloch (latein. cava scrotum). Warum ausgerechnet diese Sauerei im Maschinenbau Verwendung findet, ist nicht geklärt. Auf eine Abbildung wurde bewusst verzichtet.
  • das ungewollte Loch: Objekte, die zu zwei Seiten offen sind, die aber nur hergestellt wurden, um sie für kurze Zeit zu benutzen. Dann werden sie abgegeben zu anderen Orten, wo sie wieder nur für kurze Zeit gebraucht werden, z.B. Rohre, Schläuche.
  • das fliegende Loch: Ein neu entstandenes Gebilde mit einem Loch als architektonisches Stilmittel in mindestens 10 Meter Höhe, z.B. Sony Center, Potsdamer Platz in Gänze, beide in Berlin.
  • In der Elektronik: Löcher entstehen zeitweise in Form von fremd-erregten Leisten in Halbleitern unter Spannung; diese in einer spontanen Occupy-Bewegung gewaltsam zu besetzen können sich aber nur Elektronen leisten. Ob hier ein Durchbruch erzielt werden kann, wird mit Spannung erwartet. Alles klar?

Neben der Unterscheidung in natürlich und unnatürliche Löcher sind in der witzenschaftliche Fachliteratur noch weitere Einteilungen gebräuchlich. Verbreitet ist etwa folgende:

Reale Löcher[bearbeiten]

Versteckte Löcher[bearbeiten]

Hypothetische Löcher[bearbeiten]

Metaphorische Löcher[bearbeiten]

Mythologische Löcher[bearbeiten]

  • Das Ozonloch (moderne Wandersage des 20. Jahrhunderts)

Literarische Löcher[bearbeiten]

Löchrige Zitate[bearbeiten]

  • "Ich loch mich kronk"

(Hubert Aiwanger, Freie Wähler Lochhausen, der immer "Opfisoft" trinkt)

Sonderfälle[bearbeiten]

Löcher im menschlichen Körper werden Foramen genannt. Auch in der Physik gibt es Löcher, die so genannten Defektelektronen in Halbleitern. In der Topologie bestimmt die Anzahl der Löcher das Geschlecht einer Mannigfaltigkeit.

Eine besondere Spezies des Lochs stellt das betreute Loch dar. Betreute Löcher sind Objekte mit verschiedenen Formen und Vorkommen, die eine besondere Betreuung erfahren oder erfahren haben.

Genese[bearbeiten]

Hinsichtlich des Entstehens von Löchern sind zwei Grundformen zu unterscheiden. Sog. autogene Löcher entstehen quasi von selbst, etwa durch Reibung, Wurmfraß, Meteoriteneinschlag oder sonstige Abnutzung.

Die anthropogenen Löcher beruhen indes auf gezieltem menschlichen Wirken und Werkeln. Sie sind wiederum zu unterteilen in synthetische und analytische Löcher. Bei letzteren wird ganz einfach um das allzeit reichlich vorhandene Nichts irgendetwas herumgebaut (etwa ein Ofenrohr um eine Luftsäule). Größere Bedeutung haben freilich die analytischen Löcher, die durch absichtliche Entfernung oder Beschädigung der das Loch umgebenden Materie erzeugt werden, etwa durch bohren, graben, kratzen, reißen, kauen und schießen. Neben Schaufel, Lochbeitel und anderen zur Lochherstellung geeigneten Werkzeugen gibt es sogar einen Locher, dessen einziger Zweck die Herstellung von Löchern in Papier darstellt. Fiese Gesellen erfanden sogar Werkzeuge, um an ungewöhnlichen Stellen weitere Körperöffnungen hinzuzufügen.

Junges Loch (Skizze)

Etwa in den Jahren 1984 bis 1993, als 5 1/4- und 3 1/2- Zoll-Disketten Hauptdatenträger für PCs waren, ließen sich Locher zweckentfremden, um billige sog. 1-seitige Disks durch Anbringen von geeigneten Löchern in die Hülle der Disks zu sog. 2-seitigen Disks zu verändern. 1-seitige Disks waren nichts anderes als Disks, bei denen eine der beiden magnetischen Oberflächen die Qualitätsprüfungen nicht bestanden hatten, und bei denen die zweite Seite somit erwartungsgemäss einige Fehler aufwies. Dadurch sparten die Herstellerfirmen Geld, das ihnen durch Wegwerfen untauglicher 2-seitiger Disks entgangen wäre, und die Benutzer, die so zu billigem Diskmaterial kamen. Natürlich war es dann Sache der Benutzer, bei der Formatierung besondere Programme zu verwenden, die die kaputten Stellen aufsuchten und als "unbrauchbar" markierten.

Verwendung[bearbeiten]

Ein Loch kann man nach Belieben füllen, wobei man hierbei das Loch wieder entfernt. Oder man lässt es leer, wie z.B. beim Rohr.

Meist dienen Löcher dazu, etwas in ihnen aufzubewahren. Man kann auch saufen wie ein Loch, oder jemandem Löcher in den Bauch fragen. Es besteht sogar die Möglichkeit, jemanden ins Loch zu stecken. Man kann Löcher in die Luft gucken, Löcher in die Wand stieren oder Löcher in die Luft schießen. Manche stecken ein Loch zurück und wieder andere pfeifen gar aus dem letzten Loch. Verärgerte bezeichnen andere gerne mit dem Loch im Gesäß, das zur Ausleitung körpereigener Abfälle dient.

In der NS-Zeit haben schlaue UFO-Techniker eine streng geheime Methode zum Ein- und Aussteigen aus jedweden Gefährten erfunden, die mit Klappen zu schließen waren. Die Militär-Technologie wurde später im Volkswagen verwendet und ist heute noch als Golf-Loch bekannt.

In der Steuerungstechnik wurden früher Löcher in Lochkarten oder Lochstreifen dazu benutzt, komplexe Maschinen zur Kooperation zu bewegen.

Blasinstrumente haben Griff- oder Tonlöcher, um die Tonhöhe zu verändern.

In einigen Sportarten mit Netzen werden ebenfalls Löcher zur Herstellung der Netze gebaut. Im Grunde entsteht das Netz beim Zusammennähen mehrerer Löcher.

perforierte Fußsohle

Menschliche Füße werden in der Alternativmedizin zu therapeutischen Zwecken mit der Purkelratschette angebohrt. Die Löcher dienen zur Ausschwemmung von Giften und werden hinterher mit haushaltsüblichem Heftpflaster abgedichtet.

Unordentliche, schmutzige Menschen leben gar in einem Loch. Proleten benutzen ihre Nasenlöcher, um darin zu bohren - dennoch bezeichnet man Nasenlöcher nicht als Nasenbohrungen.

Schotten und Iren benutzen ihre Lochs (nicht Löcher!) gar, um darin zu schwimmen oder Fische zu fangen, meistens aber, um Touristen und andere Ahnungslose anzulocken.

Oftmals gewinnen Verbrecher und vom Staat verfolgte Personen im Wüstengebiet Agypten in einer Fahndung an Vorteil, sobald sie sich auf dem weiten, ebenen Wüstensand in ein Loch verstecken. Polizisten können dann dieses nur senkrecht blickend auffindig machen, da Inhalte von Löchern grundsätzlich nur von oben blickend vollständig erfasst werden können.

Anthropologische Bedeutung des Loches[bearbeiten]

Löcher bestimmen von altersher das Dasein des Menschen in außergewöhnlichem Maße. Aus einem Loch kommt er, ins Loch geht er (vgl. anglikanischer Beerdigungsritus: "In the name of the father and the son and into the hole he goes ..."). Ohne Löcher könnte er weder essen, noch atmen, noch sch*** - und auch die Fortpflanzung würde ihn vor gewaltige Probleme stellen. Von Löchern in den Zähnen, im Bundeshaushalt oder in der Verwandtschaft gar nicht erst zu reden.

Die große Frage[bearbeiten]

Nicht vergessen werden darf an dieser Stelle die Sinnfrage: Was geschieht mit dem Loch, wenn es ausgefüllt wird? Wo geht es dann hin? Immerhin ist es nicht Nichts, sondern Etwas. Auch spielt der Rand eine nicht unerhebliche Rolle im Sein des Loches. Verschwindet er, wenn das Loch ausgefüllt wird? Und wo geht er dann hin?
Mögliche Antwort: das Loch bleibt dort, es ändert nur die molekulare Dichte und das ist an der Farbverschiebung zu erkennen.

Lieder zum Thema Loch[bearbeiten]

  • Ein Loch ist im Eimer
  • Wenn der Topp aber nu e Loch hat (Volkslied)
  • Fixing A Hole (Beatles)
  • Black Hole Sun (Soundgarden)
  • Schrei nach Liebe (Die Ärzte) (Die legendäre Vertonung des Kraftausdrucks zum Thema Loch… Sie wissen schon!)

Noch ein Loch[bearbeiten]

Das Wort steht in Irland und Schottland für See. Bekanntestes Beispiel ist das Loch Ness, welches auch ungeheuer wenig gefangen hält.

Es gibt es als Mollloch und Durloch, wobei "Moll" und "Dur" nur am Rande von Bedeutung sind. Ein Doppelloch nennt man auch '8', ferner das Zeichen für 'unendlich', manchmal auch '00' (vergleiche hier den Schülerspruch: 'ein klassisches Doppelloch geschossen' in bezug auf ebendiese Note). Ein anderes Doppelloch ist z.B. die Nase. Mehrere Löcher ergeben zusammengefasst ein Netz (siehe Internetz). In der Nordsee lässt sich damit nichts fangen. Der bevorzugte Tummelplatz von Löchern ist der Käse. Befinden sich zwischen den Löchern Kamele, heißt er Kamelkäse.

Bei der Lochkamera dient das Loch im Gehäuse zur Pornobilderzeugung, als Lochmaske zur Tarnung von Dominas, und beim Lochbild zur Dokumentation für Gynäkologen.

Eine Anrede für Adelige schließlich ist Euer Durchlocht.

Siehe auch.png Siehe auch: Wasserloch, Erdloch, Luftloch, Rille oder Null
Siehe auch.png Siehe vielleicht: Offenheit

Weblinks[bearbeiten]

Hae.svg Schnell noch einen Blick ins Kamelionary:  Lochbuch


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Der Autor dieses Artikels hat sich selbst eine goldene Karawane verliehen.
Wow, ich gratuliere mir ganz herzlich!