Kamlet

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Kamlet war ein dänischer Kamelprinz aus einer uralten eiszeitlichen Wollkameladelssippe, einer so uralten, daß er genau wie seine höckrichte Verwandtschaft noch mit Stoßzähnen im vorderen Oberkiefer ausgerüstet war, Stoßzähnen also genau da, wo beim modernen Kamel die Oberkieferzahnlücke klafft. Eines Tages traf er Wilhelm Schütteltbier, und schnell fanden sie bei zwei gut durchgeschüttelten Flasch' Bier fest, dass sie gemeinsam die Welt, so wie sie damals war, aus den Angeln zu heben vermochten. Beide, des Anglerlateines nicht mächtig, einigten sich schnell, sich stattdessen auf Angelsächsisch miteinander zu verständigen über die Existenzfragen der Menschheit, der Kamelheit, ja der Lebewesenheit schlechthin.

In einer Welt voller Muttersöhnchen ragte Kamlet mit seiner Vaterorientierung geistig weit über die Kamelheit heraus, und Wilhelm Schütteltbier brauchte Kamlets Weisheiten nur mitzuschreiben, um die inhaltsschwersten Verse daraus zu schmieden, welche kamel auf dieser unserer Erdscheibe je auf Theaterbühnen präsentiert bekommen hat. Nur wirklich verstanden hat sie bis heute keiner. Wie denn auch - normales Theaterabonnentenpublikum ist nicht auf Tiefenphilosophie abonniert. Doch Schütteltbier konnte es einfach nicht lassen, auch die tiefsinnigsten Szenen in das Drama einzubauen, das er aus Kamlets gesammelten Aphorismen zusammendichtete.

Kamlet gab seinem Freund Wilhelm den Tipp mit dem angelsächsischen Künstlernamen, und dazu brauchte er seinen Namen nur eins zu eins ins Englische zu übertragen - Wilhelm Schütteltbier wurde zu William Shakesbeer. Sein Drama Kamlet wurde zum Synonym für tiefsinniges Theater. Und das läuft auf die Tiefenerkenntnis des originalen Kamlet hinaus: To be or not to be, that is the question! ("Sein oder nicht sein, das ist die Frage.", nicht wahr, Herr Heidegger?). Das war zu einer Zeit, als man eher noch sagte To believe or not to believe? That is NO question. Unquestionable!

Also "zu glauben oder nicht zu glauben". Das war überhaupt keine Frage, denn wer nicht glaubte an die rein zufällig gerade vorhandene staatsreligionelle Offenbarung, für den blieb nur das Schaffott oder der Scheiterhaufen. Kamlet vom Stamme der letzten Wollkamele wusste nur zu gut, dass der Untergang nahte. Der letzte Kamelstoßzahnarzt hatte bereits das Zeitliche gesegnet, so dass Kamlets Sippe das Aus durch die häufigen und heftigen Kamelstoßzahnentzündungen bevorstand, schließlich gab es weder Antibiotikum noch Impfungen, sondern nur geschüttelt' Bier - heute noch in Brexitannnien beliebt und bekannt als ale! So kam es zu dem kühnen Aufbruch ins Zeitalter der Aufklärung, indem Kamlet die damals nicht einmal stellbare Frage to believe or not to believe schlicht und einfach um die beiden "lieve"-Silben kürzte und so die Linguistik erfand, das A&O allen scharfsinnigen Tiefsinnes, und dadurch aus der unstellbaren eine stellbare Frage destillierte. Und diese Frage hämmerte sich in die Köpfe ein wie ein neues Gottesdonnerwort - nur eben ohne Gott! Noch Wilhelm II schmiedete heere Worte als angemessene Antwort auf diese Fragen aller Fragen, heere Worte, mit denen er sein Heer ausschickte, als ginge es um Sein oder Nichtsein. Sicher ist aber nur: Es ging um die Wurst. Aber Intellektuelle jener Jahre sahen darin den Beginn des Untergang des Abendlandes.

Noch so ein teutonisches Würstchen wie Willemzwo wiederholte den Versuch, eine letztgültige Antwort auf to be or not to be zu geben: Adolf Höckler. Beide Kamele haben sich damit aber ganz schön vergaloppiert, aber da die Welt eben damals schon längst von Prinz Kamlet und Wilhelm Schütteltbier aus den Angeln gehoben war, blieb Wilhelm II und Adolf H. eben nur, sie zu allem Überfluss auch noch um jeden Preis kaputt zu hauen. Selbst nach dem mehrfach apokalypsoptimierten 2. Wurstkrieg galt es trotzdem immer noch als hochintellektuell, sich als Existenzialist zu inszenieren, frei nach Kamlets Sinnfrage. Selbst alte SA-Schnösel des untergegangenen Höcklerreiches wie Heidegger waren noch immer gefragte Seins-Gurus und vergifteten die Geistessphäre Deutschlands nachhaltig, bis hin zu Pegida, das erneut vom Abendlandsuntergang schwadroniert!

Wenn Prinz Kamlet gewusst hätte, was sein "to be or not to be" für eine Spur geistiger und physischer Verwüstung auf der Erde im Ganzen und in Deutschland im ganz speziellen zur Folge hatte, er hätte sich damals gewiss gleich für "not to be" entschieden, statt es Herrn Schütteltbier in Schüttelreime fürs gemeine Volk verpacken zu lassen, das nur unheilvolle Ideologien da draus macht!

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