Rettungspaket

aus Kamelopedia, der wüsten Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Rettungspaket, das … ist dem Grunde nach ein anachronistisches Überbleibsel des Zweiten Wurstkrieges, als das stark verschnürte und daher unzugängliche Berlin zu Beginn der 1960er von Rosinenbombern aus mit eben solchen Rettungspaketen beworfen wurde. Diese Pakete waren dann meist sehr klein, recht handlich und vorzugsweise sehr nahrhaft.

Heute erinnert man sich wieder an diese gute Tradition, allerdings sehen Rettungspakete heute anders aus. Inflation und Gigantomanie blähen diese Pakete jetzt derart auf, dass ganze Wirtschaftszweige darin Platz finden sollen. Wollte man ursächlich so ein Paketchen für unsere armen und geschundenen Banken schnüren, die ihre eigenen Spekulatius nicht mehr fachgerecht vermitteln und an den Mann bringen konnten, so schreien heute auch die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, demnächst die Landwirtschaft und alle mögliche anderen Bereiche der Wirtschaft auch nach entsprechenden Verpackungs- und Transporthilfen.

Hier beginnt das Dilemma. Kaum hat man erkannt, dass diese Größenordnungen nicht mehr transportabel oder anderweitig zu vermitteln sind und aus selbigen Grund keinen Nutzen bringen, wollen jetzt dennoch alle diese Monsterpakete haben. Bei der Lastentragung war man sich schnell einig: Das kleine Kamel muss her und soll es schultern, schließlich geht es ja um seine Schlaf- und Dungstätte. Vermutlich wird es eher von den Paketen erschlagen, als dass es diese bewegt bekommt. Das wäre allerdings auch ein Fortschritt, müsste es hernach nicht mehr eindringlich zum „Sozialverträglichen Frühableben” nötigen.

Konjunkturpaket.png

Bestens, wir schnürten ein Rettungspaket, in welches wir die ganze Erdscheibe verpackten und ließen dieses dann vom himmlischen Express in ein anderes Sonnensystem befördern, in dem es keine Bedrohung durch Asteroiden und einstürzende Banken gibt. Letztere Maßnahme würde auch bösonders viel Sinn machen unter Berücksichtigung des Umstandes, dass der Erlöser angekündigt hat seinen €-Cent abholen zu wollen, der seit seiner Geburt bei der Jerusalemer Staatsbank zu 4% Zins jährlich angelegt ist (zum nachrechnen = 0,01 * 1,04^2012). Damit müsste in dieser Region der Milchstraße für knapp 500 Erdkugeln aus purem Gold Platz geschaffen werden. Da ist dann die minderwertige Erde völlig überflüssig und würde bei der Veränderungen dieser Masseverhältnisse ohnehin ziemlich aus der Bahn geworfen.

So liebe Kamelkinder, jetzt wisst Ihr auch zu Rettungspaketen bescheid und damit es euch nicht so traurig stimmt, geht doch jetzt mal an den Kühlschrank und holt Papas „Rettungspaket” da raus. Damit ihr es auch findet sei noch erwähnt, dass vermutlich „Sixpack” draufsteht, danach geht es euch garantiert wieder besser, wenigstens solange bis ihr das Nächste da herausholen müsst.

Siehe auch.png Siehe vielleicht:  Wert | Arbeit | Zins

Crashkurs >>> Der große Mammon empfiehlt dem wissbegierigen Kamel außerdem! <<< Krisenguide
AktieAntigeldBWLBad BankBankBankenfusionBankenkriseBankgeheimnisBetriebswirtschaftBilanzBörseCashDas BankerliedDresdner BankFinanzkrisenleugnungsgesetzFixkostenFlüssiges GeldFreie WirtschaftGeldGeldanlageGeldscheinHumankapitalKamelitalismusKindergeldKommerzKriegsökonomieKrisenstabLange BankMakroökonomieMammonMikroökonomieMonetenMoneytheismusNationalökonomieNebelbankPfandhausPlanwirtschaftRate-AgenturRatingagenturRechengeldRenditezielRettungspaketSie haben zwei KameleSpielzeuggeldStaatsbankschrottTrinkgeldVWLVolkswirtschaftWeltbankWeltwirtschaftskriseWerkbankWirtschaftWirtschaftskriseWirtschaftspolitikÖkonomie