Vorlage:2026-03
KameloNews-Archiv
Buntes Kamel Friedrich Merz hat die ewige Diskussion um die Abschaffung des Ehegattensplitting gründlich satt. Nun beauftragte er seinen Sowohl-als-auch-Mann, also Finanzminister Klingbeil damit, den Ehegattensplittingabschaffungswählerwunsch abzuschaffen per Reform der von Finanzämtern exekutierten Hinrichtungsmethode.
Fortan wird durch die Reform nur noch die Mittige Durchtrennung der Ehegatten in linke und rechte Hälfte erlaubt sein. Um die Krankenkassen zu entlasten um die dadurch fällige Kassenleistung "Halbgattenrollator", werden nach dem Splitten die Hälften wieder zusammengefrankensteint, und zwar die rechte Hälfte des Ehegatten mit der linken Hälfte der Ehegattin, und die rechte Hälfte der Ehegattin mit der linken Hälfte des Gatten. Die Entstehenden Mischwesen sollen die neue Mitte bilden, als glückliche Steuerzahler. Und vor allem glückliche Eheleute: Getrennte Betten sind kein Problem mehr, in beiden Betten sind die Ehepartner engstmöglich miteinander.
Vor allem die Unionsparteien haben sich immer gegen die Abschaffung des Ehegattensplittings gewehrt. Nun wird gewährleistet, dass niemand mehr damit unzufrieden ist. Steuergerechtigkeit und Gleichberechtigung - zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Ehe 2.0 kann ihren Lauf nehmen. Ehestreit war gestern.
MAINZ/STUTTGART – In einer beispiellosen Massenkarawane sind Millionen wahlberechtigter Höckertiere an die Urnen getrabt, um darüber zu entscheiden, wer künftig die saftigsten Disteln im Landtag fressen darf. Das vorläufige Endergebnis sorgt für heftiges Wiederkäuen in den Parteizentralen.
Der Große Sandsturm (Die Ergebnisse)
Nachdem die letzten Strohballen ausgezählt wurden, steht fest: Die politische Wüste wird neu sortiert.
- CDU (Christlich Desorientierte Unterart): 30,9 % – Die schwarzen Schafe (die eigentlich Kamele sind) haben ordentlich zugelegt. Spitzenkamel Gordon Schnieder wackelt bereits freudig mit den Ohren und bereitet die Thronbesteigung vor.
- SPD (Sammelbecken Planloser Dromedare): 25,9 % – Ein schwerer Schlag auf die weichen Sohlen! Nach 35 Jahren Dauer-Dösen an der Tränke wurden sie unsanft wachgerüttelt. Amtsinhaber Alexander Schweitzer wirkte bei der Elefantenrunde (die aus Platzgründen in eine Kamelrunde umbenannt wurde) sichtlich durstig.
- AfD (Alternative für Dromedare): 19,5 % – Diese Gruppierung hat ihren Mist-Anteil fast verdoppelt. Experten rätseln noch, ob es an der neuen Höcker-Steuer oder dem allgemeinen Sandmangel lag.
- FDP (Fast Drei Prozent): 2,1 % – Die Liberalen sind leider verdurstet. Sie fanden den Weg zur 5-Prozent-Oase nicht und müssen nun zurück in die Wüste geschickt werden.
Koalitions-Geknubbel: Wer bespuckt wen?
Da kein Kamel allein regieren kann (wegen der allgemeinen Huflosigkeit beim Unterschreiben von Gesetzen), müssen nun Paarungsrituale eingeleitet werden. Eine Schwarz-Rote Karawane gilt als wahrscheinlich, da beide Tiere ähnlich langsam kauen. Die Grünen (7,9 %) wurden derweil in das Streichelgehege der Opposition verbannt, da ihre Forderung nach fleischfreiem Heu bei den konservativen Allesfressern auf taube Ohren stieß.
Analyse der Kamelkunde
Politik-Kamelogen sind sich einig: Der Wähler wollte einen Wechsel beim Wüstenschiff. Die Stimmung ist jedoch geladen – an manchen Wahlständen kam es zu wilden Spuck-Attacken, als die Gratis-Datteln ausgingen. „Ein historischer Tag für alle Huftiere“, blökte ein sichtlich erschöpfter Wahlhelfer, während er die restlichen Stimmzettel fraß.
Hinweis der Redaktion: Dieser Text wurde von staatlich geprüften Trampeltieren verfasst. Eventuelle Ähnlichkeiten mit realen Personen sind rein biologisch bedingt.Markus von Bavaria, seines Zeichens Schutzpatron der Weißwurst- und Fleischkäsverkäufer, Stifter des großen gelben M, Halter des geheiligten Bartes von Rixx, Weisester der Weisen und sowieso Bester von Allen, forderte jüngst in seiner Predigt von der Kanzel seines Schattenkanzleramtes die sofortige Beendigung der Suche nach einem Atommüll-Endlager in Bundes-Schland und die Errichtung eines eben solchen in Bayern. Es könne schließlich nicht angehen, das echter bayrischer Atommüll, der in den dortigen Atomkraftwerken erzeugt wurde, fern der Heimat irgendwo verscharrt würde. Schon gar nicht in Ostdeutschland, denn diese ewigen Schmarotzer entziehen der großartigen bayrischen Nation ohnehin schon den finanziellen Sauerstoff.
Natürlich soll der wertvolle Atommüll auch in Bayern nicht einfach in einem anonymen Massengrab beigesetzt werden. Nein, Markus der Weise hat dafür ganz andere Pläne. Kleine, modulare Reaktoren, sogenante SMR oder Mini-AKW, sollen in jeder größeren bayrischen Stadt entstehen. In diesen Reaktoren soll der wertvolle Atommüll verwertet und damit einer sinnvollen Zweitnutzung zugeführt werden.
Vorzugsweise zentral gelegen, vor den jeweiligen Rathäusern, sollen die Leitungswege zwischen den neuen Atomkraftwerkchen und der bayrischen Industrie möglichst kurz gehalten werden. Sparfuchs wie der Markus nun mal ist, sollen hierbei selbstverständlich keine teuren Erdleitungen vergraben werden, sondern kostengünstige Freileitungen.
Markus zeigt sich außerdem solidarisch mit den anderen ehemaligen Atom-Bundesschländern, welches fast ausnahmslos westdeutsche Länder sind. Schließlich waren die doofen Ossies ja nie in der Lage, vernünftige Atomkraftwerke zu bauen. Der ziemlich unbrauchbare Atommüll aus Lubmin und Rheinsberg gammelt nun schon seit fast 30 Jahren irgendwo an der Ostsee herum. Von diesem Unrat abgesehen, bietet Markus an, den Atommüll aus den ehemaligen westdeutschen AKW in Bayern zu verwerten.
Für die Bunte Regierung kommt dieser Vorschlag aus dem Süden offenbar überraschend. So bemühen sich derzeit mehrere, vorallem SPD-geführte Ministerien eifrig um die nun ungeplant frei werdenden Milliarden, welche eigentlich für die weitere Erkundung von geeigneten Atommüll-Endlagern eingeplant waren. So kommt aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales aktuell der Vorschlag für eine Rente mit 43. Aber auch die CDU will ihren Wählern offenbar Gutes tun und fordert eine negative Energiesteuer von minus 2,70 Euro pro Liter Superbenzin bzw. Diesel.
Die mit dem grandiosen Vorschlag für bayrische Mini-Atommüll-AKW einher gehende Euphorie am deutschen Aktienmarkt hat binnen weniger Tage zu einem Wachstumsschub von viereinhalb Prozent im Vergleich zum Februar diesen Jahres geführt. Wiedereinmal ist Bayern die Innovationsmaschine Deutschlands!STUTTGART/WÜSTE – Am vergangenen Sonntag, dem 8. März 2026, versammelten sich die wahlberechtigten Höckertiere im Südwesten, um darüber zu entscheiden, wer die nächsten fünf Jahre das Sagen an der Futterkrippe hat. Während die Kamele draußen im Regen standen, wurde drinnen im Landtag das Heu neu verteilt. Die Ergebnisse im Überblick (vorläufige Höckrechnung):
- Die Grünen Halme: Mit 30,2 % bleiben sie die stärkste Herde. Leitkamel Cem Özdemir konnte zwar nicht ganz so viel grünes Gras fressen wie sein Vorgänger "Kretsche", aber für den Sieg an der Tränke reichte es gerade so.
- Die Christlichen Dauer-Unerfahrenen (CDU): Mit 29,7 % galoppierten sie hauchdünn am ersten Platz vorbei. Ihr Anführer Manuel Hagel bot nach dem Rennen prompt seinen Rücktritt an, wurde aber vom restlichen Rudel dazu verdonnert, weiterzumachen.
- Die Alternativen für Dromedare (AfD): Erreichten stolze 18,8 %. Damit haben sie ihren Futteranteil im Vergleich zu vor fünf Jahren fast verdoppelt und sorgen nun für ordentlich Sand im Getriebe.
- Die Sozialen Pisten-Dromedare (SPD): Landeten bei mageren 5,5 %. In der Wüste flüstert man bereits, dass sie bald auf die Rote Liste der bedrohten Tierarten gesetzt werden müssen.
- Die Flotten-Dienst-Pony-Reiter (FDP): Mit 4,4 % sind sie über ihre eigenen Hufe gestolpert und fliegen wohl ganz aus der Oase raus. Ihr Oberkamel Hans-Ulrich Rülke hat bereits den Sattel geschmissen.
Reaktionen aus der Wüste
Die Wahlbeteiligung lag bei 67,9 %. Viele Kamele blieben lieber im Stall, da sie das ständige Wiederkäuen der immer gleichen Wahlversprechen nicht mehr hören konnten. Boris Palmer, das bekannte Quer-Kamel, signalisierte bereits Interesse an einem neuen Job, falls in der Regierung ein Platz für jemanden frei wird, der gerne mal gegen den Strich bürstet.
Ausblick: Die nächste Karawane zieht weiter
Wer denkt, das Spektakel sei vorbei, irrt gewaltig! Schon in zwei Wochen, am 22. März 2026, ziehen die Wahlurnen weiter nach Rheinland-Pfalz. Dort wird erwartet, dass die SPD und CDU sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das letzte bisschen Wasser liefern.
Experten-Tipp der Kamelo-News: Wer bei der Wahl nicht spuckt, darf sich hinterher nicht wundern, wenn das Heu trocken bleibt!- Eingerückte Zeile