Genug in alten, vergilbten, staubigen Wälzern geblättert, meinen Sie nicht auch? Wenden wir uns der Gegenwart zu. Die brandneuen Ereignisse innerhalb und außerhalb der Wüste werden von fleißigen Kamelen auf dieser Seite zusammengetragen. Das neueste ist immer ganz oben zu finden. Das Redaktionsarchiv ist weiter unten aufgeführt. Auch in der Randspalte ist immer interessanter Klatsch und Tratsch zu finden…
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NASE Ticker
12. Januar 2026: Curiosity, der großartigste Marsrover aller Zeiten und Pharao des roten Planeten, also König Kurios I. des Mars, empfing heute den just zwei Tage zuvor auf Erden verstorbenen Erich von Däniken, der wie einst Helmut Schmidt auf dem Weg ins Paradies eine Zwischenstation auf dem Mars macht, offenbar ein Schicksal, das hochemotionale irdische Besserwissis beim Abgang von der Erde bisweilen ereilen kann. Schon Sokrates verbrachte dort posthum noch einige Tage zum Ausschlafen seines Schierlingsbecherrausches, bevor er mürrisch von Zeus im Olymp eine bescheidene Mansarde zugewiesen bekam. Dies gehört zu Curiositys großen Entdeckungen auf dem Mars, die Stelle, wo Sokrates zum letzten Male pinkelte. Dort fand er im roten Sand eine Spur von Schierlingsbechergift.
Für Erich von Däniken bedeutet sein Aufenthalt auf dem Mars eine Situation der Torschlusspanik, denn er erahnt schon, dass die Englein im Paradies ihm klarmachen werden "Die Außerirdischen, das sind doch wir!" Nein, dass seine wahren Erkenntnisse über Außerirdische sich als religiöser Schmus erweisen könnten ist in seiner Vorstellung einfach ein Graus. Darum erzählt er nun den Marsrovern die neuesten Däniken-Dönekens, die über die Außermarsischen. König Kurios I., der weise Herrscher des roten Planeten erwiderte ihm: "Nun halt mal die Luft an, Erich: Wir sind doch beide Außermarsische und nun trotzdem auf dem Mars!" Da ergriff von Däniken laut schreiend die Flucht aus der Marspyramide und lief und lief und lief, bis "boooing!!" er mit dem Kopf schmerzhaft an eine Wand donnerte. Mit dem Kopf durchstieß er dabei die Mauer, und erblickte auf der anderen Seite ein bekanntes Gesicht. Beide begrüßten sich mit einem ungläubigen "Erich? Du hier?" Ja, tatsächlich, er sah sich Erich Honecker gegenüber. Auch der kam nach seinem Tod nicht gleich in den Himmel, und fand es so schön rot auf dem Planeten, dass er garnicht weiter reisen wollte in den Himmel, denn er schuldet Ernst Thälmann seit 1933 noch eine Reichsmark, hat aber nichtmal nen Aluchip in seinem letzten Hemd stecken. So läuft er nun in seinem letzten Hemd wie ein Gespenst auf dem Mars herum. Er hat sich zum Trost eine neue Mauer gebaut, und gegen die ist nun von Däniken gerannt. Nun ist jener getröstet, dass er nicht der einzige Erich ist, für den der Himmel nicht so himmlisch erscheint. Ob er nun auch auf dem Mars bleibt? Bildet er mit Honecker ein neues Zentralkommitee? Fragen über Fragen.
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8. September - Großprojekt Stuttgart 21: Baubeginn
Stuttgart. Mit Jubelstürmen und großer Begeisterung in der Bevölkerung wurde in der vergangenen Woche der Baubeginn für das verkehrstechnische Mammutprojekt Stuttgart 21 begrüßt. Das Projekt des abgeschobenen Ex-Ministerpräsidenten Günther Oettinger, dessen revolutionärer und moderner Entwurf 1988 ganz neu erstellt wurde, sieht vor, dass die gesamte Innenstadt von Stuttgart, heute ein Nadelöhr und nicht besonders ansehnlich, in eine unterirdische Fußgängerzone umgewandelt wird. Die Hauptverkehrsstraßen werden dann in schnell befahrbare Tunnel verlegt. Etwa einhundert Quadratkilometer freiwerdende Bauflächen werden so dem Bau neuer Gleise und Bahnhöfe für die Deutsche Bahn zur Verfügung gestellt. Befürchtungen von Geologen, dass das unter Stuttgart im Erdreich vorhandene Mineralwasser die Gebäude der Stadt überfluten könnte, sehen die Bürger gelassen. „Wenn Stuttgart ähnlich wie Atlantis zu einer Unterwasserstadt werden sollte, wird sich das sicher touristisch sehr positiv auswirken. Außerdem sollten uns alle Menschen, die mit dem Zug durch Stuttgart fahren müssen, dankbar sein, dass sie nicht mehr gezwungen sind, sich diese hässliche Stadt anzusehen. Nur wer wirklich nicht anders kann, wird unter die Erde gehen und dort die gemütliche Stuttgarter Innenstadt erkunden.“, sagte ein zufällig auf der Straße angetroffener Bürger namens Stefan Mappus.
3. September - Der Mond schafft sich ab
Münster. Schon seit Ende August steht fest, dass der Mond schrumpft - so hat man es in Münster jedenfalls glaubhaft nachgewiesen. Siehe: [1] Bei der Entrümplung des Kellergeschosses war kürzlich eine zirka eine Milliarden Jahre alte Karte vom Mond aufgetaucht. Die umgehend durchgeführte Synopse mit aktuellem Kartenmaterial offenbarte dann eine Differenz von 100 Metern. Auch eine aktuelle Förster-Umfrage belegt, dass den Experten bei ihrer letzten Baumzählung auf dem Herdtrabanten alles etwas kleiner vorkam. Wenn darüber hinaus noch berücksichtigt wird, dass der Mond nur über einen Durchmesser von knapp 3500 Kilometer verfügt, erkennt man, dass er schon bald bis auf Tennisballgröße geschrumpft sein könnte. Mondschutzverbände fordern derweil die Politik zum umgehenden Handeln auf, bevor es in ein paar Jahren dafür zu spät ist.
2. September - Özil und Khedira sind Wasser auf Sarrazins Mühle
Madrid. Was ein kleines Vögelein genauer gesagt ein
Enten-Pfau gezwitschert hat, ist der Beweis für Herrn Sarrazins interessante Thesen. Die zwei Muselmänner Özil und Khedira sprechen nicht die Sprache des Gastlandes und nähmen nicht am sozialen Leben des Vereins teil. Dazu ist selbstverständlich bereits ein Buch erschienen, allerdings nur auf Portugiesisch. Literaturkritiker haben bisher festgestellt, daß der Autor lediglich auf den fahrenden Zug des Herrn Sarrazin aufspringen will und sein Geschreibsel Pflichtlektüre im Anschluss an „Schland schafft sisch ab“ für jeden Intellektuellen wird. Ganz allein schon deshalb, um überhaupt an der gesellschaftlichen Diskussion teilnehmen zu können. Yogi verteidigte die beiden natürlich wie ein Löw und liess nichts Schlechtes auf die beiden kommen. Im Artikel sind auch Passagen enthalten, welche ein von gewissen gesellschaftlichen Gruppen lange erwartetes Coming-out eines schwulen Fußballprofipärchens in Aussicht stellen; Zitat: „Khedira lebt mit Özil und Özil mit Khedira“. Die zwei seien ähnlich unzertrennlich wie Ernie und Bert, so ein Beobachter vor Ort.
01. September — Bundes•Wehr•Krise
Berlin (Groß-Maulsdorf): Nun ja, Krisen sind im Moment populär, ob Wirtschaft, Finanzen, Kriege, präventives morden … warum soll dabei nicht auch die Bundeswehr mal die Krise kriegen? Derzeit befinden sich einige Truppenteile auf Selbstfindungspfaden in fernen Landen, um dort mit Gewalt was über die eigene Identität zu erfahren. Die Abteilungen von der Marine umschippern die Gegend von Afrika und ziehen sich dort regelmäßig ein Horn, immer auf der Suche nach dem rechten Ballermann.
Und an der Heimatfront wird emsig gestritten, ob diese Freundschaftsdienste künftig den Gewerblichen überlassen werden sollen oder ab man für die neuen Eroberungsfeldzüge im Kleidchen humanitärer Missionierung an der Seite des Weltpolizisten letztlich doch die Wehrpflichtigen in den Genuss blauer Bohnen kommen lassen will. Unter dem Gesichtspunkt von Effektivität und Schlagkraft wird es sicherlich besser sein hierfür Freiwillige statt Gedungene zu nehmen. Aber immer weniger melden sich für die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch und anderenorts freiwillig. Deshalb wird man auf die Wehrpflicht wohl nicht verzichten können. Spätestens wenn die ganze Welt wieder mal von Deutschland erobert werden muss, dürfte hier das freiwillige Potential wohl nicht ausreichend sein. Da hat die „Bundes-Wer?“ zurecht mächtige Kopfschmerzen und Identitätsprobleme, die wohl auch noch eine Weile andauern werden.
- zurzeit liegen uns keine weiteren Meldungen vor. Schauen Sie doch dafür ins … -